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Rezension - Batman - Arkham Asylum: Madness

Sam Kieth
Batman - Arkham Asylum: Madness
Story, Zeichnungen und Cover von Sam Kieth
Aus dem Amerikanischen von Andreas Kasprzak
Arkham Asylum: Madness erschienen bei DC 2010

Comic, Softcover, durchgehend farbig
Panini Manga und Comic, Stuttgart, Mai 2011
116 Seiten / 14,95 €
ISBN: 9783862011469

www.paninicomics.de

Das Arkham Asylum ist die Irrenanstalt von Gotham City. Hier sitzen all jene, die Batman schnapp und die man nicht einfach hinter Gitter bringen kann, darunter der Joker, Poison Ivy, Killer Croc und natürlich Two Face.
Sie alle sitzen in ihren Zellen, gehen ihren kleinen Hobbys nach und sehen anhand der Sonne, wie Tage um Tage vergehen.
Für die junge Krankenschwester Sabine ist all das neu – und sie hasst es. Viel lieber wäre sie bei ihrem kleinen Jungen, aber die Schulden zwingen sie zu dieser Arbeit.
Zu allem Überfluss wird auch noch ihre einzige Bezugsperson gefeuert und sie zu Überstunden verdonnert – wo sie doch eigentlich früher nach Hause gehen wollte.
Doch Schwächen, wie sie Sabine zeigt, sind im Arkham gefährlich, denn die Insassen nutzen diese gnadenlos aus. Aber das ist nicht der einzige Horror. Etwas braut sich zusammen. Etwas in den Wänden des bizarren, unheimlichen Gebäudes …

Okay, ich sage es sofort, damit keine Missverständnisse aufkommen – dieser Comic ist ein Blick hinter die Fassade des Irrenhauses und kommt als solcher völlig ohne Batman aus. Der wird nur am Rande erwähnt und hat keinen Auftritt in diesem düsteren, eindringlichen Band, der ein schreckliches Bild von den Zuständen im Arkham zeichnet und den Leser mit einer unwirklichen Beklemmung zurücklässt.
Sam Kieth versteht es nahezu meisterlich, den Wahnsinn der Insassen und die Lethargie der Bediensteten in Bilder und Worte zu fassen. Kein Pinselstrich ist zu viel und manchmal kommt er mit angedeuteten Personen aus, um die Intensität zu erhöhen.
Natürlich ist es politisch nicht korrekt, eine Psychiatrie als Irrenhaus zu bezeichnen, wie ich es zu Beginn tat. Und doch ist das Arkham nichts anderes. Eine Psychiatrie jedenfalls sieht anders aus.
Die Geschichte an sich ist gut ausgearbeitet und bietet ein paar kleinere Nebenschauplätze, welche die düstere Atmosphäre noch verstärken. Alles in allem ein Comic, bei dem alles stimmt – von den Zeichnungen über die Story bis hin zur Farbgebung.

Fazit:
Ein verstörendes, eindringliches Werk aus der Welt, in der Batman agiert. Das Arkham als Schauplatz mit all seinen kleinen Tragödien ist gut gewählt, die Handlung perfekt umgesetzt. Erwachsene Leser greifen bedenkenlos zu!

Copyright © 2011 by Gunter Arentzen

 

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