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Rezension - Asterix - Der große Graben/Die Odyssee

R. Goscinny, A. Uderzo
Der große Graben
Le Grand Fossé
Aus dem Französischen von Gudrun Penndorf

Comic, Hardcover
Egmont Ehapa Köln, Nachdruck 2011
48 Seiten / 5,95 €

Ein kleines gallisches Dorf scheint von außen wie alle anderen zu sein. Sieht man aber genauer hin, teilt ein großer Graben das Dörfchen, das von 2 sich anfeindenden Chefs regiert wird. Auch die Dorfbewohner sind sich alles andere als grün. Nur die Tochter von Chef Grobianix, Grienoline, und der Sohn von Chef Griesgramix, Grünix, sehen den Graben als Plage für das Dorf. Nicht nur das: Beide sind ineinander verliebt, aber ihre Liebe ist zum Scheitern verurteilt, solange der Graben das Dorf teilt. Unterstützt werden die Unstimmigkeiten hüben und drüben von Greulix, der selbst Dorfchef werden und deshalb Grienoline heiraten will. Grünix beschließt, Hilfe bei den unbeugsamen Galliern zu suchen. Asterix, Obelix und Miraculix machen sich auf den Weg, um sich die Lage in dem Dorf anzusehen. Dabei geraten sie in die Fallen von Greulix, der Hilfe von außen unbedingt verhindern will.

R. Goscinny, A. Uderzo
Die Odyssee
L’Odyssée d’Astérix
Aus dem Französischen von Gudrun Penndorf

Comic, Hardcover
Egmont Ehapa Köln, Nachdruck 2011
48 Seiten / 5,95 €

Weil Druide Miraculix kein Steinöl mehr für seinen Zaubertrank hat, machen sich Asterix und Obelix auf, das Steinöl zu besorgen. Leider weiß auch der römische Spion Nullnullsix von der misslichen Lage der Gallier und will verhindern, dass die beiden Helden an Steinöl kommen. So artet die Suche nach dem Öl für Asterix und Obelix zu einer wahren Odyssee aus.

Worauf in Der große Graben angespielt wird, ist offensichtlich: auf die Berliner Mauer, die Ost- und Westberlin und damit die DDR und die BRD von 1961 bis 1989 trennte. Uderzo zeigt mit seinem Comic überspitzt den Irrsinn auf, den diese Teilung hervorgerufen hat, und webt noch eine Liebesgeschichte à la Romeo und Julia ein, die in diesem Fall allerdings positiv ausgeht.
In Die Odyssee wird insofern auf Homers gleichnamiges Werk angespielt, als dass die beiden Gallier eine Odyssee im Sinne des Kennenlernens fremder Welten und das Erleben unerwarteter Situationen durchlaufen. Ähnlich sinnlos wie Odysseus‘ Odyssee erweist sich am Ende auch Asterix‘ Suche nach dem Steinöl.

Wie immer sind die Comics hintergründig und pfiffig, auch wenn Hardcore-Fans wahrscheinlich dagegen halten, dass die Texte von Goscinny noch pfiffiger waren. (Und die im Falle von Gefahr in Gallien, dessen Script sehr platt gegen die Mangas hetzt, unbestritten recht haben.) Die erste Druckfassung ist beim vorliegenden Nachdruck übernommen worden. Bei dieser Fassung kommt als Extra ein Kartenspiel dazu, das die Gallier und ihre Freunde bzw. weitere Figuren aus deren Abenteuern zeigt. Das Spiel ist je zur Hälfte verteilt auf gerade und ungerade Hefte. Man kann dazu anmerken, dass es bei den Neuauflagen ähnlich ist wie bei den Neuauflagen von CDs und mag da sicherlich recht haben. Wer auf der anderen Seite seine schon zerlesenen Hefte ersetzen will, ist mit dieser günstigen Fassung und dem kleinen Extra sicherlich gut bedient.

Bewertung:


Copyright © 2011 by Ulrike Dansauer

 

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