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Rezension - Albatros Band 1 - Shanghait

Vincent
Albatros Band 1
Shanghait

Comic, Album
Splitter, 2007 Bielefeld
47 Seiten/ 12,80 €
ISBN: 9783939823858

1890: Eine Hafenstadt wird von Massen blutrünstiger Seevögel heimgesucht, die schon viele Menschen getötet haben. Während draußen die Vögel toben, wird im Kabarett die junge Ombeline von einem älteren Mann gegen ihren Willen begrapscht. Wütend schlägt sie ihm eine Flasche auf den Kopf und flieht zusammen mit ihrer Freundin Alyette. Nachdem die beiden die Nacht auf dem Friedhof verbracht haben, führt sie ihr Weg auf das Piratenschiff Albatros, wo Ombeline eingesperrt wird. Daraufhin wird das Schiff vom Gouverneur verfolgt, der seine Nichte Ombeline zurückholen will.

Vom Inhalt her kann man noch nicht genau sagen, wohin die Story führen wird. Inwiefern die blutrünstigen Vögel zur Storyline um Ombeline passen, da die Hinweise zwar vorhanden sind, aber eher Rätsel aufgeben, als dass der Leser schon eine Ahnung hätte, wie es weitergeht. Man darf also auf die zwei Folgebände der Trilogie gespannt sein. Die Zeichnungen wirken etwas kantig, vor allem bei den Figuren. Die Figuren selbst sind gerade bezüglich der Männer und älteren Frauen eher hässlich, zum Teil grotesk gestaltet, die jungen Frauen hübsch. Möglicherweise werden mit dieser Art der Zeichnungen die junge Unschuld und die mit allen Wassern gewaschenen Erwachsenen hervorgehoben, wobei die hübschen erwachsenen Frauen des Kabaretts die Ausnahme bilden. Dazu passen auch die oft bis ins Absurde verzerrten Mimiken. Auffallend ferner, dass nur ältere bis alte Männer gezeigt werden, die Frauen aber meist jung sind. Die Farbgebung geht ins Düstere. Bevorzugte Töne sind dunkelgrün und dunkelblau. Nur Ombeline und die Piratenkapitänin Emerance fallen mit ihrem roten Haar und ihrem roten Kostüm auf wie ein bunter Hund. Ansonsten assoziiert man wegen der aggressiven Vogelhorden sofort den Film »Die Vögel« von Alfred Hitchcock.

Bewertung:



© Ulrike Dansauer

 

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