Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Musikrezensionen - The Agonist - Lullabies For The Dormant Mind


Musikrezensionen - The Agonist - Lullabies For The Dormant Mind

The Agonist
Lullabies For The Dormant Mind

Metalcore
Century Media Records Ltd.
Erschienen: 20.02.2009
Audio CD, 11 Tracks, 43:43 Minuten

Die Kanadier »The Agonist«, gegründet 2004, haben mit »Lullabies ...« vor einigen Monaten ihr zweites Album auf den Markt gebracht.

Die optische Aufmachung der CD ist sehr ansprechend gestaltet. Erinnert das surrealistische Cover doch stark an eine Mischung aus den Arbeiten des Stummfilmregisseurs Georges Méliès sowie des Malers René Magritte. Das Booklet beinhaltet alle Texte sowie zwei sehr geschmackvolle Bandfotos.

Wer nun aber glaubt, der CD-Titel sei Programm oder sich vom Gothic-Outfit der Bandmitglieder verführen lässt und dadurch Rückschlüsse auf die Musik zieht, wird sehr schnell merken, dass er sich vehement getäuscht hat. Ruhe findet man bei diesen Wiegenliedern garantiert nicht und an Schlaf ist schon gar nicht zu denken. Alpträume sind bei dem, was folgt, schon eher garantiert.
Von der ersten Sekunde an geht es auf der CD gnadenlos zur Sache. Raue, sehr schnelle Gitarrenhooks vereinen sich mit stakkatoartigen Drums. The Agonist bedienen sich verschiedener Elemente des Metal und verschmelzen gekonnt Trash Metal, Extreme Metal und Melodic Death Metal. Hervorzuheben sind dabei Alissas mörderische und brutale Growls, wobei man sich fragt, aus welchem Keller diese zierliche Sängerin, ähnlich Angela Gossow von Arch Enemy, diese extremen Töne hervorholt. Doch Alissa zeigt Wandlungsfähigkeit und bei mehreren Songs kommt auch ihre andere Seite, nämlich ein klarer, fast schon verführerischer Gesang, zur Geltung. Besonders deutlich wird dies bei »Swan Lake«, einer klassischen Komposition von Peter Tschaikowski, bei deren Interpretation Alissa durchaus mit der einen oder anderen Operndiva konkurrieren könnte. Sehr schön in diesem Zusammenhang auch der Einsatz einer Violine beim letzten Track, der hier für Abwechslung sorgt.
Insgesamt ein Album wie aus einem Guss, zu dessen Gelingen auch die umfangreichen, komplexen und oft kritischen Texte beitragen, auch wenn sie gesanglich meist nur schwer zu verstehen sind, aber man kann sie ja zum Glück nachlesen.
Wer sich unvoreingenommen auf dieses Album einlässt, dem werden sich auch die Feinheiten dieser Art Musik erschließen. Für Fans des Metalcore aber ein absolutes Muss.

Die Band
Alissa White-Gluz: Vocals, Growls, Screams
Danny Marino: Guitar
Chris Kells: Bass
Simon McKay: Drums

Die Tracks
1. The Tempest (The Siren`s Song; the Banshee`s Cry)
2. ...and Their Eulegies Sang Me To Sleep
3. Thank You, Pain
4. Birds Elope with the Sun
5. Waiting Out The Winter
6. Martyr Art
7. Globus Hystericus
8. Swan Lake (a cappella)
9. The Sentient
10. When the Bough Breaks
11. Chlorpromazine

Zum 2. Track gibt es auf youtube ein aktuelles Video.

Bewertung:



© Stefan Bellack

 

© by 2009
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox