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Rezension - LIEBE TOD +TEUFEL

LIEBE TOD +TEUFEL
Hoffnung
Format: CD
VÖ: 27.02. 2009
Label: GUNN Records
Genre: Dark Wave/Gothic

Tracklist:

1. Warte
2. Hoffnung
3. Kleines Zeichen
4. Lass mich gehen
5. Mary Jane
6: Schneller als der Tod
7. Ich flüchte
8. Das Blut
9. Mensch
10. Schaurig schön

Marqui und Dirk van Dark und ihre Mannen bieten den Hörern mit ihrem Debütalbum »Hoffnung« nicht nur einen musikalischen Genuss, sondern auch eine Kostprobe, dessen, was sich in ihrem Inneren abspielt – oder was sie dem Hörer thematisch näher bringen wollen.
Nachdem 2005 ihre erste EP »Racheengel« auf den Markt kam, präsentieren sich die Gothic Darkwaver nun mit zehn Songs auf ihrem ersten Longplayer. Unterstützt werden sie dabei von den Musikern:

• Sebastian Schnitzer (Keyboard, Piano)
• Felix Tautorius (Bass)
• Andreas Preißler (Schlagzeug)
• Jan Amort (Keyboard, Piano)
• Dirk Kurth (Bass)

Was zuerst ins Gehör geht, sind die sonoren und markanten Stimmen des Duos, die sowohl melancholische Balladen, als auch rockige Töne als musikalischen Mantel um ihre Texte legen. Umgesetzt in einem unverwechselbaren Stil, der sich einem – so wie ein guter Wein reifen muss – besonders nach mehrmaligem Hören so richtig in allen Facetten erschließt.
Dankenswerterweise präsentieren die beiden Musiker ihre Texte in deutscher Sprache und somit ihre Gedanken, die oft in düsteren Clubsound eingebunden sind – aber immer von einer düsteren Nuance durchwirkt, die einmal subtiler und dann wieder vordergründiger zum Tragen kommt – und hörbar eine eigenständige Note erkennen lässt.
Es verwundert bei dem Namen der Band nicht, dass es thematisch um Liebe und auch dem damit verbundenen Schmerz, dem Gevatter Tod, der Einsamkeit (in uns allen) und den tiefen Abgründen der menschlichen Seele geht.
Halt alles, was den Mensch ausmacht.

So stellen die beiden Musiker Fragen, wie sie leider aktueller nicht sein könnten:

»Bin ich ein Mensch - Wenn ich mein eigenes Kind entehre.
Bin ich ein Mensch - Wenn ich mein Fleisch und Blut begehre”

Oder erzählen von der speziellen Flucht – vor der Angst (wohl den Ängsten in uns allen)

Ich spüre deinen Atem
doch empfinden kann ich nichts
Du flüsterst meinen Namen
kalter Hauch in mein Gesicht.

In »Schneller als der Tod« heißt es wiederum:

Der Tod stellt seine Weichen
der Fahrplan ist bestimmt.
Ich warte auf ein Zeichen
darauf, dass die letzte Fahrt beginnt.
Ich seh dich auf den Gleisen
an mir vorüberziehen
Ein Strauß mit roten Rosen winkt mir nach
Denn die letzte Fahrt
Die letzte Fahrt beginnt

Die Message von LIEBE TOD + TEUFEL ist jeweils deutlich – und dennoch, so wie es der Albumtitel verrät versöhnlich und »hoffnungsvoll«
Aber auch ihre sehnsuchtsvollen Wünsche:

Greif mich
Halt mich
Lass mich nicht los
Halt mich
Sag nichts
Die Sehnsucht zu groß

Ich möchte abschließend anmerken: Der Gesamteindruck, den LIEBE TOD + TEUFEL hinterlässt, ist »schaurig schön« – nicht nur für die dunklen Stunden der Nacht und in uns.

Fazit:
Rockige Tracks und düstere Balladen, die textlich nicht nur Hoffnung schenken, sondern auch nachdenklich stimmen sollten - ein gelungenes Debütalbum.

© Alisha Bionda

 

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