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Musikrezensionen - Devils Gift

Devils Gift
Devils Gift

Heavy Metal/Trash Metal
Tiefdruck-Musik, Hamburg
Erschienen am 26.09.08
Audio-CD, 13 Tracks, 40:01 Minuten

»Devils Gift« ist das Projekt des amerikanischen Produzenten, Songwriters und Gitarristen Jason Suecof, der vor allem bekannt ist für seine Arbeit mit der Trash Metal Band »Trivium«.

Mit der Sängerin Lennon Murphy hat Suecof die optimale stimmliche Besetzung für Devils Gift und dieses Debüt-Album gefunden. Die 26jährige Lennon ist selbst keine Unbekannte im Musikbusiness. Hat sie doch mit »I`am« und »Damaged Goods« bereits veritable Soloalben vorgelegt, die ihren Ruf als Ausnahmesängerin bekräftigen. Denn Lennon beherrscht sowohl die ruhigen und rockigen Töne als auch tiefe Growls und Screams. Sie spielt mit dem Instrument ihrer Stimme, das sie befähigt, eine wunderschöne Ballade wie »Main Gravel Road« zu singen als auch - wie bei Devils Gift - richtig die Sau rauszulassen.

Devils Gift gehen eine Synthese zwischen melodischem Heavy Metal und dreckigem Trash Metal ein, mitunter sogar mit einigen Death Metal Anleihen.

Lennon beherrscht jeden Song dieser CD mit ihrer markanten Stimme und die Band steht ihr in puncto Können und Vielseitigkeit in nichts nach und ist weit davon entfernt, nur ein weiterer female fronted act zu sein.
Auffällig sind die Stil- und Rhythmus-Wechsel innerhalb der Songs, wobei das Oberthema gekonnt variiert, aber nie aus den Augen verloren wird.
Die Wechsel gehen von ruhig zu schnell, von melodiös zu purem Trash Metal-Geknüppele, von gefühlvoll zu düster. Auch strotzen die Songs nur so vor Energie und Frische.

Auffällig ist bei dem Album für mich eine Zweiteilung bzw. Trennung des musikalischen Stils.
Schlagen die Songs 1 - 7 mehr die Trash- und Death-Richtung ein, befinden wir uns bei den Titeln 8 - 13 eher auf der Heavy Metal - Schiene. Ob gewollt oder eher zufällig, vermag ich nicht zu sagen.

Die Tracks im Einzelnen:
1. »Looking For Jesus« glänzt mit schneidenden Metal Riffs, treibenden Drums und melodischen Vocals.
2. Bei »Shadow Never Ending«, für mich der Song der CD schlechthin, zeigt sich die Band von der trashigen Seite. Lennon growlt und schreit, um dann abrupt in einen harmonischen Part zu fallen, der wieder gefolgt wird von wüstem Geknüppele.
3. »Victim« ist ähnlich strukturiert wie »Shadow ...«, doch es bleibt bei Lennons ruhigem, harmonischen Gesang, hinterlegt von einem Wall of Sound.
4. »Damned Angels« ist schon fast eine Hard Rock-Ballade, doch mit dem besonderen Devils Gift-Touch.
5. »Final Words« kommt wieder richtig fett und erinnert an »Shadow ...«. Lennon darf growlen und schreien und der Titel besticht durch seine metalhaltigen Gitarrenläufe.
6. Bei »Sacrifice» wird Lennons Stimme erst elektronisch verzerrt (was übrigens häufiger vorkommt), um dann ins fast Hymnenhafte überzuwechseln.
7. »Beautiful You« ist gekennzeichnet durch ein stakkatoartiges Drum-Feuerwerk.
Bei 8. »All That You Left«, 9. »Nobody«, 10. »Hold On« und 11. »Bleed You Out« handelt es sich um klassisch gute Heavy Metal Songs, bei denen es einfach nichts auszusetzen gibt.
»Hold On« zeichnet sich durch Lennons flehende Stimme aus, die später mal wieder durch den Verzerrer gejagt wird. Bei »Bleed You Out« darf aber auch ansatzweise mal wieder geknüppelt werden.
12. Das Game Show-Thema wird von der Leadgitarre in »Game Show Winner« sehr gut umgesetzt.
13. »One On One«: Hier darf sich Lennon zum Schluss noch mal richtig austoben.

Line-Up:
Lennon Murphy (Vocals)
Jason Suecof (Guitars)
David Elitch (Drums)

Fazit:
Devils Gift haben mit ihrem Debüt ein abwechslungsreiches, energiegeladenes Album vorgelegt, bei dem man merkt, dass hier Profis am Werk sind, die alles richtig gemacht haben.

Bewertung:



© Stefan Bellack

 

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