ORPHAN HATE
Blinded By Illusions
Melodic Trash Metal
Plainsong Records
Erschienen: 09.05.08
Audio CD, 14 Tracks, 55:13 Minuten
»Decadence«, die Melodic Trash Metaller aus Schweden, bekommen ernsthafte Konkurrenz aus deutschen Landen und zwar von der in 2004 formierten Berliner Band »Orphan Hate«.
Auch hier haben wir erneut eine female fronted Band, deren Sängerin, Sina, sowohl die tiefen Growls und Grunts beherrscht, aber ähnlich wie Lennon von »Devils Gift« auch zu ungeahnten Höhen auflaufen und mal rockig, mal einschmeichelnd klingen kann und damit vielen männlichen Kollegen ihrer Zunft etwas vormacht.
Also absolut auch ein Tipp für Fans von »Arch Enemy«, denn ähnlich differenziert sind die Songs strukturiert und die Palette reicht von Death-, Trash-, Heavy- bis hin zu Doom-Metal.
Das Debütalbum ist jedenfalls ein Brecher und nimmt vom ersten Akkord an gefangen.
Nur das Booklet ist etwas mager ausgefallen. Warum auch immer, sind die Lyrics nur auszugsweise abgedruckt.
Die Band:
Sina Niklas - Vocals
Alexander Binus - Guitar
Marcus Forstbauer - Guitar
Jan Sadler - Bass
Mathias Gutschmidt - Drums
Die Tracks:
| 01. |
Walk Straight – 4:12
beginnt doommäßig, um dann in`s trashige überzugehen; läßt dabei aber eine gewisse Melodic nicht vermissen
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| 02. |
24/7 Liar – 3:15
neben dem trashigen Überbau, sind aber auch Heavy- und Speed-Metal-Anleihen unverkennbar |
| 03. |
Circus – 3:51
Death-Metal-Geschrubbe und harmonische Melodiebögen gehen Hand in Hand
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| 04. |
King`s Misery – 3:41
Trash pur
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| 05. |
No Matter What … - 3:56
auch hier wechseln sich Trash-Passagen mit melodischen Elementen ab
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| 06. |
Evil A – 3:56
prügelt gepflegt drauf los
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| 07. |
Homeless – 3:51
geht brachial zur Sache, und von Heavy bis Trash deckt dieser Song die ganze Bandbreite ab
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| 08. |
This Child – 4:23
die Drums schlagen ein Stakkato und Sina schreit sich die Seele aus dem Leib und dann - ganz plötzlich - finden wir uns in einer sanften Ballade wieder, doch das ist nur die Ruhe vor dem erneuten Sturm
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| 09. |
Étude No 9 – 0.54
gestaltet sich als Fingerübung an Gitarre und Bass, ähnlich wie sie auch Toni Iommi auf den Black Sabbath-Alben oft eingewebt hat
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| 10. |
Passion – 4:55
geht dann wieder in`s Eingemachte; aggressiv und laut
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| 11. |
The Spine (I`ve Never Had) – 5:20
erinnert an selige Pantera-Zeiten, Drums und Gitarren können sich richtig schön austoben und auch Metallica lassen grüßen
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| 12. |
Nothing`s What It Seems – 3:51
aggressiv und ideal zum Headbangen
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| 13. |
Pull Out Some Hope – 3:45
ruhige, fast sanfte Passagen wechseln sich ab mit hartem Gekloppe
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| 14. |
Fragrance – 4:50
eine schöne Liebesballade zum Abschluß, die man so auf dem Album gar nicht vermutet hätte
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© Stefan Ballack |