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Musikrezensionen

ANGRA
AURORA CONSURGENS

(SPV – 97972)
10 Songs – 51 Minuten

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Nach dem Konzept-Album TEMPLE OF SHADOWS, das meiner bescheidenen Meinung nach zu den Top-Alben des Jahres 2004 gehörte, durfte man sicherlich Einiges erwarten. Zwei Jahre haben sich die Jungs aus Brasilien Zeit genommen. Wie ich meine, hat sich das Warten durchaus gelohnt. Sie starten wie immer deftig und schnell, teilweise tief gestimmte Gitarren und rasante Double Bass-Drum Attacken. Verspielt wie immer driften manche Stücke weit in die Gefilde des progressiven Heavy Metal ab. Dieses Mal gelingt es ihnen sogar, diese Ausflüge konzeptionell im Rahmen der Songs zu halten. In der Vergangenheit verzettelten sie sich doch des Öfteren, sodass der Zusammenhalt der Songs manchmal verloren ging. Musikalisch zeigten sie besonders auf der vorherigen CD, dass da mehr ist als nur Heavy Metal. Bemerkenswert ist dann so ein Stück wie SO NEAR SO FAR. Von der Gesangslinie her eher etwas für eine Swing-Nummer, gespielt als zurückgenommener Hardrock, in den sich irgendwann sogar leichte folkloristische Klänge einschieben. TEMPLE OF SHADOWS war ob seiner exzellenten Story und deren intelligenter musikalischer Abhandlung und Komplexität sicherlich besser, aber als reines Heavy-Rock Album ist AURORA CONSURGENS ein würdiger Nachfolger.

© Norbert Aichele

 

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