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Wendy 7/11Magazin Egmont Ehapa, Berlin, März 2011 2,95 € Das Jubiläumsmagazin (Wendy wurde vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben) beinhaltet neben prägnanten Infos und Bildern zur Pferderasse der Paso Finos und der Boulonnais ein Pferdepflege-ABC, Leserpost, einen Test, ein Poster mit Friesen darauf, ein Gewinnspiel, Einladungskarten, ein Wandbild (das es in drei Motiven gibt), Deko-Sticker, einen Steckbrief der Comic-Figur Wendy, eine Fotostory (Fortsetzung), zwei in sich abgeschlossene und trotzdem aufeinander aufbauende Wendy-Comics und einen einseitigen Lord&Lauser-Comic. Insgesamt wird also viel geboten für den kleinen Pferdefan. Die beiden Wendy-Comics lassen sich gut lesen. Im ersten Comic Rodeo-Stars hilft Wendy einer Ranch-Besitzerin aus, die nicht genügend Pferde für ihre Gäste besitzt. Dabei lernt sie einen 13-jährigen Jungen kennen, der sich vor Pferden fürchtet. Sie beschließt, dem Jungen zu zeigen, wie umgänglich Pferde sind. In der zweiten Geschichte Magische Träume träumt Wendy mithilfe eines Traumsteins, sie und ihre Familie würden im Mittelalter als Frondienstleistende eines habgierigen Königs leben. Dabei trifft sie auf Flinkfuß, ein fliegendes Pferd. Beide Geschichten vermitteln Werte wie Freundschaft, Respekt vor dem anderen und vor Tieren, Einfühlungsvermögen, Hilfsbereitschaft, eigenständiges Denken, Freundlichkeit, Verantwortungsgefühl. Außerdem wird gezeigt, dass es auch noch außerhalb des I-Pods und anderen elektronischen Geräten Dinge gibt, die Spaß machen. Damit geht Wendy mit der Zeit und hinterfragt Zeiterscheinungen kritisch. Nicht zu vergessen der Nostalgie-Effekt, wenn schon die Mutter des heutigen Pferdenarren Wendy gelesen hat und vielleicht zusammen mit ihrer Tochter das Heft wiederentdeckt. Die Fotostory beginnt mit einem Rückblick auf Teil 1 – gut für Neueinsteiger. Die Geschichte selbst erzählt von einem wilden Mustang, Cayuse, der eines Tages bei den beiden Crow-Indianerschwestern Mandy und Jesse auftaucht, dann aber in Panik vor Mandys Vater flieht. Er läuft daraufhin Denise über den Weg, die von ihrem Pferd Ebony abgeworfen wurde. Beide treffen auf Sioux-Indianer, die ihnen helfen. Die Fotostory vermittelt Respekt vor anderen Völkern – Denise und die Sioux-Familie gehen ganz selbstverständlich miteinander um. Sie vermittelt aber auch ein wenig Wissen über die Indianer und ihre Lebensweise. Die Fotos wirken allerdings etwas gestellt. Fazit: ein gelungenes Jubiläums-Heft.
Copyright © 2011 by Ulrike Dansauer |