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Rezension - Elfenschrift Nr. 26

Elfenschrift
Das kleine phantastische Literaturheftchen
Ausgabe 26

Juni 2010
Herausgeberin: Ulrike Stegemann
40 Seiten / 2,50 €

www.elfenschrift.de

Die aktuelle Ausgabe der Elfenschrift steht ganz unter dem Motto: »Alles fauler Zauber?!« und bietet wieder eine abwechslungsreiche Mischung aus Interviews, Artikeln und Kurzgeschichten.

Auch die Leipziger Buchmesse hat ihre Spuren in der Elfenschrift hinterlassen und so bekommen wir es gleich zu Beginn mit den vier »Apokalyptischen Schreibern« zu tun, die Ulrike Stegemann Rede und Antwort standen. Von Ralph Haselberger, dem »Tod«, stammt zudem auch das Cover-Motiv der neuen Elfenschrift. »In Blut geschrieben« ist die erste gemeinsame Anthologie der vier Autoren, die mittlerweile auch über die Grenzen Marburgs hinaus bekannt sind.
Im folgenden Interview erzählt die Jung-Verlegerin Simone Edelberg von den (ungeahnten) Schwierigkeiten, die mit der Gründung ihres WortKuss Verlags einhergingen. Als Hauptproblem kristallisierten sich hier wohl die unzuverlässig und mangelhaft arbeitenden Druckereien heraus.
Mit »Alles fauler Zauber!? - Geisterspuk im Film des 20. Jahrhunderts« reißt Bianca Schläger das vorgenannte Thema an, indem sie exemplarisch zwei Filme herausgreift, nämlich »Poltergeist« und »Der Fluch der Betsy Bell«. Ein Thema, welches es wert wäre, einmal ausführlicher behandelt zu werden, vielleicht in einer Sonder-Publikation, denn bei der Vielzahl der Genre-Filme braucht eine solche Arbeit auch entsprechend viel Platz.

Die erste Kurzgeschichte im Heft hat Thomas (»Hunger«) Backus beigesteuert, ebenfalls Mitglied der »Apokalyptischen Schreiber«. Mit »Die Geister, die sie rief« ist ihm eine humorige, aber gleichzeitig auch anrührende kleine Story gelungen.
»Stehaufmännchen« von Ilona Bicker läßt mich etwas ratlos zurück und konnte mich nicht wirklich überzeugen. Im Ansatz ganz nett, aber was hat es wirklich mit den seltsamen Todesfällen Alianas auf sich?
Der Storyreigen geht weiter mit »Durch die Wand« von Daniel Plaßmann. Art und Aufbau sowie die Schlußpointe erinnerten mich ein wenig an die Gespenstergeschichten in der gleichnamigen, langjährigen Comicheftserie.
»Zigeunerblut« von Mark-Denis Leitner bildet den Abschluß des Geschichtenblocks dieser Elfenschrift. Ein sympathischer Loser erhält hier unerwartete Hilfe von seiner Schulkameradin. Dem selbstgestellten Anspruch auf mehr Toleranz kann diese Geschichte aber nicht genügen.

Janine Höcker erzählt in ihrem Werkstattbericht über die Entstehung der »Saga der Drachenschwerter«, einem Buchprojekt der Geschichtenweber. Der Bericht umreißt den Werdegang der Anthologie von der Idee, über das Ausarbeiten einer Fantasywelt, bis zur Präsentation des fertigen Buches.
Den Abschluß der Elfenschrift bilden Vorstellungen neuer, phantastischer Bucherscheinungen wie auch eine umfangreiche Übersicht von Ausschreibungen und Wettbewerben im Literaturbereich. Auch der eingangs präsentierte WortKuss Verlag ist hier mit einem interessanten Vorhaben vertreten.

Insgesamt also wieder eine runde Ausgabe der Elfenschrift, in der es Spaß macht zu blättern und zu lesen.

Copyright © 2010 by Stefan Bellack

 

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