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Rezension - Elfenschrift Nr. 25

Elfenschrift
Das kleine phantastische Literaturheftchen
Ausgabe 25


März 2010
Herausgeberin: Ulrike Stegemann
40 Seiten/ 2,50 €

www.elfenschrift.de

Aufgrund zahlreicher Rezensionen im Geisterspiegel und den Perry Rhodan - Clubnachrichten neugierig geworden, habe ich mir einmal die aktuelle Elfenschrift zusenden lassen.

Bereits das farbige Titelbild ist sehr ansprechend. Gestaltet von Manuela P. Forst, zeigt es einen Engel und einen Dämon/Teufel und stimmt damit gleich auf das Thema »Engel & Teufel« dieser Ausgabe ein.
Inhaltlich hat die Elfenschrift, was die Art der Beiträge anbelangt, zwei Schwerpunkte: Kurzgeschichten und Interviews.
Ulrike Stegemann hat als Erstes mit Manuela P. Forst, der Coverkünstlerin, gesprochen. Manuela ist ihres Zeichens nach Autorin, Grafikerin und Kunsthandwerkerin. Stark macht sie sich für den Verein »Earth Rocks«, der sich die Förderung phantastischer Literatur in Österreich auf die Fahnen geschrieben hat und Lesungen, Wettbewerbe und Vorträge veranstaltet. Desweiteren erscheint 3 x im Jahr ein sehr ansprechend gestaltetes Magazin. Weitere Informationen gibt es bei www.earth-rocks.at
Im Artikel »Mephistopheles - ein tragischer Teufel« unterzieht Petra Hartmann den Teufel einer literaturhistorischen Betrachtung. Seine Stellung in der höllischen Hierarchie, im Weltgefüge, seine Aufgabe. Sehr interessant und lesenswert.
Direkt im Anschluß folgt ein weiteres Interview, dieses Mal mit Sandra Henke, die sich bereits einen Namen mit erotischen Liebes- und Spannungsromanen gemacht hat. Aktuell erschienen ist ihr Werwolf-Roman »Alphawolf«, allein dessen Titel mich spontan an die Romane von Patricia Briggs denken ließ. Ob es hier eventuell Parallelen gibt, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen.
Im folgenden Text steht Andy Lettau, Gründer und kreativer Kopf des noch recht jungen Action Verlags, Ulrike Rede und Antwort. Man merkt seinen Statements an, dass Andy sicherlich genügend Power und Enthusiasmus besitzt, dieses neue Projekt zu stemmen. Der Schwerpunkt des Action Verlags, der mit dem Slogan wirbt: »Der verrückteste Verlag Deutschlands: Kaufen oder kostenlos«, liegt in der Publizierung von Audiobooks. Thematisch gibt es hier keine Beschränkungen. Ob Kinderliteratur, Liebesgeschichte, Action und Abenteuer, gute Veröffentlichungschancen hat, was eine gute Geschichte erzählt.

Im literarischen Block der Elfenschrift gibt es nun mit »Die Herausforderung« von Josef Herzog, die erste, amüsante Kurzgeschichte, die sich getrost der Kategorie Märchen zuordnen läßt.
»Eine Firma, zwei Produkte« von Mark-Denis Leitner folgt in direktem Anschluß und gibt einen augenzwinkernden Einblick in das Berufs- und Privatleben von Engeln und Teufeln.
»Möge der Bessere gewinnen« von Andrea Grochla beschäftigt sich mit ähnlicher Thematik, wenn auch auf einer etwas kindlich-naiveren Ebene.
B.M. Veruca hat mit »Der Engelspakt« eine eher moralisierende Kurzgeschichte vorgelegt.
Peter Hoeft darf mit »Manchmal können sie uns sehen« den Abschluß des Geschichten-Reigens dieser Elfenschrift geben.
Die letzten 10 Seiten des Heftes sind der Kurzvorstellung des Online-Rollenspiels »Runes of Magic« vorbehalten, der Bücher-Ecke mit interessanten Empfehlungen sowie einer Übersicht von Ausschreibungen, die, je nach dem wann man die Elfenschrift in Händen hält, möglicherweise ihre Aktualität bereits verloren haben, aber da findet man auch auf der Homepage der Elfenschrift aktuelle Informationen.

Fazit:
Elfenschrift Nr. 25 ist in der Tat ein kleines (DIN A5) und feines Heft zur phantastischen Literatur, mit interessanten Interviews, informativen Beiträgen und unterhaltsamen Geschichten. Zudem liebevoll gestaltet und damit eindeutig empfehlenswert!

Copyrignt © 2010 by Stefan Bellack

 

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