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Rezension - Bilder 13 & 14

Gerhard Börnsen
Bilder 13 & 14
Gerhard Börnsen, Hagen, 09/2007 und 10/2007
Magazin auf DVD
Bezug: Gerhard Börnsen, Steinrutherstr. 13, 58093 Hagen,
gerhard.boernsen (at) t-online.de

Das DVD-Fanzine „Bilder“ bietet Unterhaltung auf zwei Zeitebenen. Betrachtet man jenen Teil, der als PDF oder in Form von Grafiken und Bildern auf der Scheibe liegt, so findet man als Leser aktuelle Informationen aus der Welt der Fantastik. Schaut man sich hingegen den gleichfalls auf der DVD enthaltenen Film an, so fühlt man sich in der Zeit zurück versetzt, denn diese Streifen stammen aus den Neunzigern. Filmtrailer, Interviews und Berichte von Events, die schon Jahre zurückliegen, werden auf diese Weise archiviert und können von Nostalgikern genossen werden. Doch sie bieten auch jungen Fans der Fantastik einen Eindruck davon, was einst war. Wobei so mancher Filmtrailer aus dieser Zeit direkt die Lust weckt, in der Videothek nach diesen älteren Schätzchen zu fahnden.
Ausgabe 13, erschienen im September 2007, befasst sich im Magazinteil überwiegend mit Perry Rhodan. Doch nicht nur die Heftromane finden Erwähnung, sondern auch andere Ausprägungen dieser klassischen SF-Serie.
Der Film befasst sich ebenfallsmit Weltraum und Außerirdischen. So kommt unter anderem Dipl. Ing. Sidla zu Wort, der sich mit dem Roswell-Zwischenfall befasst und hierzu zwei Bücher veröffentlicht hat.
Im Comic-Tipp wird ein Klassiker aus den späten 60er Jahren vorgestellt – Die Mars-Patrouille. Dieser Comic wurde 1995 als Hardcover neu aufgelegt. Diese Serie fand einst ein frühes Ende, wohl auch, weil sie für die damalige Zeit zu militant ausgerichtet war; in Deutschland der Sechziger nicht gerade sonderlich beliebt.

Ausgabe 14 der Serie ist – was den Film betrifft – deutlich Horror-lastiger. So darf sich zu Zuschauer über ein Interview mit Dan Shocker freuen. Der in diesem Jahr verstorbene Autor stand 1997 Gerhard Börnsen Rede und Antwort. Bei diesem Interview erzählt er unter anderem auch etwas zur Entstehung von Larry Brent.
(Das Interview kann HIER angesehen werden!!!)
Ein zweites Interview führte der Herausgeber der DVD damals mit Thomas Born, Gründer des Zaubermond-Verlages. Dieser hatte sich damals entschlossen, den Dämonenkiller neu aufzulegen. Auch dieses Interview ist höchst interessant. Seltsamer muten in diesem Zusammenhang die Filmtipps an, die sich teilweise mit Horror, teils aber auch mit Erotik befassen und so gar nicht in dieses Genre oder zu dieser DVD passen wollen. Auch wenn Andrew Blake sicherlich einer der besten Hardcore-Regisseure der Welt ist und Unleashed zu seinen Meisterwerken zählt, so handelt es sich eben doch um Hardcore.
Passender ist hingegen die Vorstellung eines amerikanischen Comic-Verlages, der sich abseits von Marvel oder Disney mit Sex, Gewalt und fantastischen Themen befasst.
Der Magazinteil der DVD ist wieder deutlich SF-lastiger, was ein wenig schade ist. Hier wäre es besser gewesen, hätte man pro DVD ein Thema stringent durchgezogen.

Auf beiden DVDs findet man Bilder und Grafiken zu verschiedenen Themen, die es durchaus Wert sind, sie in einer Arbeitspause als Slideshow zu genießen. Auch die Informationen, etwa zu Veranstaltungen, sind für Fans des Fantastischen wertvoll.

Technisch hat sich bei den DVDs nichts geändert; noch immer wurde ihnen kein hübsches Menü spendiert. Wirklich störend fiel diesmal auf, dass die auf den DVDs abgelegten Animationen nicht unter Linux abgespielt werden konnten. Dies lag jedoch nicht am Format, denn .avi, .mpg und auch .wmv können inzwischen alle Linux-Distributionen. Schuld war hier der Zeichensatz, der die Umlaute nicht richtig darstellte. Die einfachste Abhilfe ist, Umlaute auszuschreiben, also ae oder ue statt ä und ü. Auch wenn Windows sehr weit verbreitet ist, sollte der Inhalt einer solchen DVD doch für Linux und Mac lesbar sein. Wobei ich dem Herausgeber natürlich keine Absicht unterstelle, denn wer nur unter Windows arbeitet, kennt solche Kniffe nicht.
Die Scheiben kommen in stabilen DVD-Hüllen, sind abermals hübsch bedruckt und machen sich durch das Cover auch gut im Regal. Bild und Tonqualität sind wieder gut portiert worden.

Fazit: Die Ausgaben 13 und 14 überzeugen wieder durch ihren Inhalt. Jedoch wünscht man sich als Betrachter eher ein durchgehendes Thema bei Film und Magazin, soweit dies möglich ist. Linux-Kompatibilität und ein hübsches Menü sind zwei weitere Wünsche für künftige Ausgaben.

© Gunter Arentzen

 

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