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Der Schädel-Schrank Bastei Verlag (Verlagsgruppe Lübbe) Nachdem man mir mit TB 294 „Raniels Engelswelt“ einen echten Nullroman servierte und ich mir sagte, Sinclair, wenn es sich vermeiden ließe, nicht zu lesen, hat man mir mit dem „Schädel-Schrank“ ein zweites Taschenbuch von Jason Dark zugespielt. Mein Eindruck bleibt der selbe – Sinclair ist trash, Sinclair ist Müll, Sinclair ist inhaltsarm und stilistisch unterirdisch. Doch gegenüber der Verärgerung der miesen Qualität von TB 294 erfasste mich bei der Lektüre eine gewisse verzweifelte Heiterkeit. Die sprachliche Qualität dieses Romans liegt über der des ersten TBs, das ich von Sinclair lesen durfte, auch inhaltlich reicht der Plot wieder noch nicht einmal für einen Heftroman, geschweige denn für ein Taschenbuch. Die Prolog-Sequenzen in der Vergangenheit, betreffend die beiden später vereinten Quäl-Geister Henker und Inquisitor, haben noch einen vergleichsweise gruseligen Charme. Wenn im Finale aber in der Garage tanzende Schädel herumsausen, dann fange selbst ich als geduldiger und geübter Leser an, nur noch jeden zweiten Satz zu lesen – dafür ist mir meine Zeit zu schade. Fazit: Es ist mir unbegreiflich, wie man John Sinclair als Mensch mit einem gewissen ästhetischen Empfinden und einem Mindestmaß an literarischem Geschmack wirklich mögen kann. Aber man kann sich doch davon unterhalten lassen – soviel Blödsinn wie in dieser langlebigen Serie gibt es sicherlich auf dem deutschen Heft- und TB-Markt kein zweites Mal. © Sascha „Andro“ Vennemann |