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Die Rückkehr des Schwarzen Tods John Sinclair Hardcover von Jason Dark 320 Seiten Bastei-Verlag (Verlagsgruppe Lübbe) Rezension von Wolfgang Brandt Die Story:Gefangen in der Welt der Vampire erfährt Geisterjäger John Sinclair von Dracula II alias Will Mallmann, dass die Rückkehr des Schwarzen Tods unmittelbar bevorsteht. Ein Bote soll dies vorbereiten. Ratlosigkeit und Furcht vor dem großen Unbekannten machen sich nicht nur unter den Blutsaugern breit, sondern auch im Yard. Namtar, sumerischer Dämon des Schicksals und des Todes, wurde als Bote ausgewählt, um das Ritual für die Rückkehr des Schwarzen Tods durchzuführen. Vier Menschenleben müssen getötet werden, die stellvertretend mit ihren Namen für die Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes stehen. Der Streetworker Matt Wilde, auch "Engel der Strasse" genannt, ist das erste Opfer. Ihm folgen der Tierpfleger Marcus Fleming, der Schlachthofarbeiter Lucas Taylor und der Hobby-Pilot John Preston. Trotz einiger Hinweise von Justine Cavallo können die Morde nicht verhindert werden. Selbst die zwischenzeitlich geschlossene Allianz mit den Vampiren ist machtlos. Der Weg für den Schwarzen Tod ist frei. John Sinclair wird durch Namtar an die Stelle seines ärgsten Feindes in die "Welt der gefallenen Engel" gesetzt; eine Bedingung Luzifers. Suko kann mit Buddhas heiligem Stab dem nichts entgegensetzen. Suko, Dracula II und Justine stellen sich dem Kampf mit dem Schwarzen Tod. Suko und die Vampirin können nur knapp der mörderischen Sense entkommen. Will verwandelt sich und ergreift als Fledermaus die Flucht, wird aber durch den Schwarzen Tod verfolgt. Es kommt zum Zweikampf zwischen Dracula II und dem Schwarzen Tod, in dem auch Justine Cavallo und Suko eingreifen. Suko gerät in die Gewalt des Schwarzen Tods; sieht sich wie Geisterjäger John Sinclair in die "Welt der gefallenen Engel" wieder. Dort überlistet er den Schwarzen Tod und Namtar mit Hilfe des heiligen Stabes, nimmt John's Kreuz an sich und ruft die vier Erzengel (Michael, Gabriel, Raphael, Uriel). Diese vernichten den Dämon Namtar und das Reich der gefallenen Engel. Doch der Schwarze Tod kann entkommen. Meine Meinung: Obwohl die Thematik, einen alten Widersacher wieder auferstehen zu lassen, interessant erscheint, hat sich meine Erwartungshaltung nach dem Lesen des Gruselromans nicht ganz erfüllt. Ein vom Verlag angekündigter Gänsehaut-Effekt hat sich nicht eingestellt. Der Faktor Zeit (50 Jahre Verlagsgeschichte und 25 Jahre John Sinclair) scheint dem Autor arg mitzuspielen. Für meine Begriffe künstlich in die Länge gezogene Dialoge, Wiederholungen und eine relativ große Schrift verzerren die eigentlich gute Story. Die Vielzahl von Druckfehlern sind dem Autor nicht anzulasten, sondern der Druckerei. So ein ganz gravierender auf der Seite 313, Zeile 24: "Topoa!" statt "Topar!" Im bewährten Stil mystischer Horror-Thriller lässt der Autor seine Romanfiguren agieren. Überraschend ist für mich, dass der Geisterjäger und sein Team eine zeitweilige Allianz mit Dracula II im Kampf gegen das bevorstehende Grauen eingehen. John Sinclair muss seine eigene Schwäche eingestehen; ein genialer Schachzug, da er nicht mehr im Besitz des silbernen Bumerangs ist. Die Auswahl des Dämons Namtar als Bote und Wegbereiter ist gut gewählt; Ausdruck von fundierten Kenntnissen des Autors im Bereich der Mythologie. Es sei ihm (dem Autor) gegönnt, das sumerische Mythos von "Innanas Gang in die Unterwelt" als Vorlage für seinen Roman zu nutzen. Positiv bewerte ich die Hinweise des Autors zur bestehenden Serie. Bei neuen LeserInnen wird damit das Interesse an den Arbeitsalltag des Geisterjägers geweckt. Die Story "Die Rückkehr des Schwarzen Tods" reiht sich würdig in die Geschichte des John Sinclair ein. Schmunzeln musste ich über die "Vorliebe" des Boten Namtar für einen Ford Ka. Oder über den Sexappeal der blonden Blutsaugerin Justine Cavallo. Etwas Humor gehört eben auch zu einer Horrorstory. Das Cover: Für meinen Geschmack ist das Cover des XXL-Romans weit entfernt von der eigentlichen Handlung. Beim Lesen fand ich keinen Bezug auf einen Grabstein. Auch die farbliche Gestaltung passt nicht zu der nächtlichen und nebligen Atmosphäre des Geschehens in London. Der Schwarze Tod ist am Kopf sehr abgemagert. Bei den restlichen Teilen des Körpers scheint er noch gut im Fleisch zu stehen. Wirkliche keine Meisterleistung der Illustratoren. Spielt der Faktor Zeit bei ihnen auch eine Rolle? Sicherlich. |