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John Sinclair Romanrezension Band 317

Okastras Grusel-Keller
John Sinclair Band 317

von Jason Dark
64 Seiten/1,60 DM
Bastei-Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)

Der NATO-Agent Henry Darwood versucht auf einem alten Friedhof nahe des spanischen Ortes Campa einigen baskischen Terroristen das Handwerk zu legen. Doch statt den Basken taucht eine in Nebel gehüllte Gestalt auf, die den Agenten mit einem Schwert köpft. Einige Zeit später bekommt Claudia Darwood, Henrys Schwester, dessen skelettierten Kopf zugeschickt. Über den NATO-Geheimdienst und Colonel Snyder gelangt auch Sir James in den Besitz des Schädels. Der Superintendent beauftragt John Sinclair, nach Campa zu reisen, da er einen übernatürlichen Hintergrund vermutet. Kaum ist der Geisterjäger in dem kleinen Ort angekommen, trifft er in der Bodega, in der er sich eingemietet hat, auf Claudia Darwood, die von zwei baskischen Terroristen bedroht wird. John Sinclair gelingt es, diese zu überwältigen und zu vertreiben. Von Claudia erfährt er, dass sie zuvor den Torso ihres Bruders auf dem Friedhof gefunden hat. Kurze Zeit später treffen sich die beiden mit Romero Sanchez, Henry Darwoods Kontaktmann und Bürgermeister von Campa. Von einigen Einheimischen erfahren sie außerdem die Geschichte des blutrünstigen Sarazenen-Kriegers Okastra, der angeblich nie gestorben sein soll. Daraufhin besuchen auch John und Romero Sanchez den zum Teil zwischen Felsen liegenden Friedhof, um Henry Dar-woods Leichnam abzuholen. Doch sie haben nicht mit den beiden Basken, Paco und Sarrazan, ge-rechnet. Sie schlagen Sanchez nieder und versuchen, sich an John Sinclair zu rächen. Dies gelingt nicht, da unter den dreien ein Grab zusammenbricht und sie in die Kasematten innerhalb des Berges fallen. Ihnen bleibt so nichts anderes übrig, als ein Zweckbündnis einzugehen. Als sie sich in den Höhlen umsehen wollen, treffen sie auf eine riesige weiße Spinne. Inzwischen wird der Ort Campa von Okastra und einem lebenden Skelett überfallen. Ein mutiger Dorfbewohner stellt sich ihnen in den Weg und kann das Skelett scheinbar erledigen. Doch Okastra tötet ihn mit seinem Schwert. Auch der Wirt der Bodega verliert sein Leben. Claudia Darwood jedoch wird von Okastra in seinen Grusel-Keller verschleppt...
Kürzlich gelang es mir mal wieder, 10 alte Sinclair-Romane (die Bände 310-319) bei E-Bay zu ersteigern. Dieser hier war auf jeden Fall sein Geld wert. Der Roman besticht vor allem durch die unheimliche Atmosphäre auf dem Friedhof, vor allem in der Anfangsszene, und die geheimnisumwitterte Gestalt des Okastra. Auch Action gibt es genug, besonders bei Claudias und Aldos verzweifeltem Kampf gegen den Sarazenen-Krieger. Die Story um die beiden Basken und Henry Darwood passt auch ganz gut, da ich nichts gegen einen leichten Krimi-Touch habe. Im Gegensatz zu den aktuellen Romanen gibt es hier weder Logik- noch Handlungsfehler, Tippfehler nur einige wenige (Hier kommt wieder der Spruch 'Früher war alles besser' zum tragen). Schön war es, dass auch die Beziehung zwischen John und Glenda, die heute teilweise etwas lasch wirkt, eingebaut wird. Mal sehen wie sich die Geschichte weiter entwickelt, ich bin auf jeden Fall gespannt auf Teil 2.

© Dämonengeist

 

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