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Don Harris Romanrezension Band 2

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von
Florian Hilleberg | Wolfgang Brandt

Der Club der Höllensöhne
Don Harris Psycho Cop Band 2

von Jason Dark

Taschenbuch
224 Seiten/€ 4,95
ISBN: 3442365783
Blanvalet (Random House)

In den Unterlagen des Anwaltes Archie Ramsay findet Don Harris nicht nur eine Fotografie seiner Eltern, sondern auch den Hinweis, dass er, Don Harris, eine Gefahr für 666 sei.
Kurz darauf werden tatsächlich Anschläge auf Don ausgeübt, denen er nur durch seine hellseherische Begabung entgeht. Kur darauf macht sich der ESI-Agent auf den Weg nach Glastonbury, wo in einer Vollmondnacht ein Ritual der Höllensöhne stattfinden soll. Eine Spezialeinheit der ESI, angeführt von seinem Freund und Ausbilder Mac Sterling folgt Harris als Rückendeckung. Von Visionen geführt, trifft Don bald auf die geheimnisvolle Elektra, die bereits eine Eltern kannten, und die seitdem nicht um einen Tag gealtert zu sein scheint. Don und Elektra verlieben sich ineinander, doch ihre Feinde liegen bereits auf der Lauer und bald schon stehen beide einer schwerbewaffneten Übermacht gegenüber ...

Der zweite Band der neuen Mystery-Thriller-Serie kann weder Spannung noch Tempo des Vorgängers halten. Verspricht der Anfang noch eine ebenso rasante Fortsetzung der Ereignisse aus Band 1, so verliert sich der Autor bald wieder in ausschweifenden und nichtssagenden Beschreibungen, wiederholt bekannte Fakten und verwendet ein ums andere Mal bekannte, wie verhasste Phrasen, die schon in den „John Sinclair“-Romanen über Gebühr strapaziert wurden.
„Daran gibt es nichts zur rütteln“ ist nur eines der Beispiele. Eine weitere wurde eingebettet in einen Satz, den kein Mensch in einer derartigen Situation von sich geben würde. Der Psycho-Cop hat gerade zwei Mörder erschossen und seine neue Gefährtin sagt daraufhin:
„Perfekt Don, du hast ihn perfekt getroffen. Ich muss dir gratulieren, wirklich.“
„Hör bloß auf!“
Auch ansonsten bewegt sich der Roman auf einem sprachlich eher unterdurchschnittlichen Niveau. Immer noch kennt der Autor keine Synonyme für „perfekt“ und „verdammt“ und die Dialoge sind schlimmstenfalls einfach unnötig und reine Zeilenschinderei.
Als Beispiel ein Dialog, der auf Seite 179 unten, seinen Anfang nimmt. Dort ruft Mac
Sterling seinen Freund an und fragt:
„He, Junge wo steckst Du?“
„Am Glastonbury Tor.“
“Gut wir sind auch da.”
„Wo?“
Silver lachte. „In der Nähe, das weißt du doch. Wir haben euch immer im Auge ...“
Kurz darauf wird erneut bestätigt, dass Silver, alias Mac Sterling, und seine Leute Harris immer beobachten. Daher entbehrt dieses Telefonat jeglicher Logik.
Die Handlung ist dünn und vorhersehbar, zieht sich stellenweise wie Kaugummi. Besonders deutlich wird dies, als Elektra die Kapelle besucht, in der Dons Vater aufgebahrt war und sie Kontakt zu dessen Geist aufnimmt.
Die Romanze zwischen Don und Elektra wirkt konstruiert und unnatürlich. Kaum sehen sie sich wieder fallen sie übereinander her und schlafen miteinander, was sie später bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit auch betonen. Darüber hinaus merkt man der Schreibe des Autors an, dass er froh zu sein scheint den engen Grenzen des Heftromans entronnen zu sein, denn endlich kann er Sex und Gewalt drastischer beschreiben als in den John Sinclair-Heften. Allerdings wirken jene Szenen derart gestellt, dass sie einzig diesem Zweck dienen sollen.
Die Überraschung, wer hinter den Anschlägen steckt und Don das gesamte Buch über das Leben schwer machte, misslingt dem Autor völlig, denn dafür wurde das Geschehen zu ungeschickt beschrieben und zu viele Andeutungen gemacht.
Das finale mit dem Höllensohn steckt voller Klischees, dass es ebenfalls keinen Spaß machte es zu lesen. Viele Fragen werden auch nicht beantwortet und Elektra ergießt sich in schwammigen Andeutungen und sinnlosen Floskeln, was vermutlich geheimnisvoll wirken soll aber den Leser nur Nerven kostet.

Die Aufmachung des Buches vermittelt dagegen einen gänzlich anderen Eindruck und wurde nicht nur professionell erstellt, sondern wirkt durch den erhabenen Schriftzug sehr edel. Das Cover sieht hervorragend aus und passt zum größten Teil auch zum Geschehen.

Fazit: Mäßig spannende Fortsetzung der Abenteuer des Psycho-Cops, mit schwachen Dialogen, unglaubwürdiger Handlung und klischeebehafteten Charakteren.

© Florian Hilleberg

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Der Club der Höllensöhne
Don Harris Psycho Cop Band 2

von Jason Dark

Taschenbuch
224 Seiten/€ 4,95
ISBN: 3442365783
Blanvalet (Random House)

Während Don Harris den Hinweisen aus der Kanzlei von Archie Ramsay folgt und nach Glastonbury fährt, wird er von Visionen heimgesucht: Elektra, eine geheimnisvolle Frau, lockt ihn mit ihren telepathischen Kräften in ihr Landhaus. Don erkennt sie von Fotos wieder: Elektra war jahrzehntelang mit seinen Eltern befreundet – und ist in all den Jahren nicht um einen Tag gealtert! Während einer Geisterbeschwörung geraten sie ins Visier von ESI-Agenten …

Beim Durchforsten des Rechners im Anwaltsbüro stößt Don Harris auf ein Foto seiner Eltern mit Elektra sowie auf die mysteriöse Zahl 666. Viele Fragen stürzen auf ihn ein. Don versucht, im Buch der Bücher einen Ansatz zu finden. Er macht Bekanntschaft mit einer Minidrohne, erzählt Mac Sterling von seinen Beobachtungen und ist sich im Klaren darüber, dass er ins Fadenkreuz des Clubs der Höllensöhne geraten ist...

Im zweiten Teil der Taschebuch-Serie knüpft der Autor nahtlos an den ersten an, so wie es der Leser von Jason Dark gewohnt ist. Doch Antworten auf die Fragen, die sich aus dem ersten Teil ergaben, findet der Leser kaum. Und wer die Drahtzieher des Clubs sind, ist auch nicht klar. Vielleicht ist dies vom Autor so gewollt?
Die Story liest sich flott und beinhaltet einen kleinen Touch Erotik. Doch es kommt beim Lesen schnell Langeweile auf. Kaum Dynamik, dafür sehr viele Dialoge zwischen den Protagonisten und sich wiederholende Floskeln.
Schon zu Beginn ist mir klar, dass Mac „Silver“ Sterling ein Doppelspiel treibt. Wieso erkennt Don Harris dieses erst am Ende der Story? Ist er so einfallslos?
Auch auf die Fragen, die er Elektra immer wieder stellt, bekommt der Psycho-Cop keine klare Antworten. Und er weiß auch nicht, wie er seine neu erworbenen Kräfte einsetzen kann. Und damit ergeben sich für mich die nächsten Fragen: Wird er sich im Kampf gegen seine Feinde behaupten können oder bedarf es der weiteren Unterstützung durch Elektra? Wird sie seine ständige Begleiterin?
Vielleicht finde ich einige Antworten in den nächsten Teilen.

© W. Brandt

 

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