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Jerry Cotton Rezension Band 2721

Küss mich und stirb
Jerry Cotton Band 2721
von Jerry Cotton
Bastei-Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)
64 Seiten/1,60 €

Die junge Polizistin Rose Freeman wird ermordet aufgefunden. FBI und NYPD tun sich zusammen, um den Mörder zu finden. Jerry Cotton, Phil Decker und Captain William Shriver vermuten den Mörder in der Drogenszene, denn die ermordete Polizistin gehörte zu einer Task-Force gegen Drogenkriminalität. Bald aber findet das Trio heraus, dass Rose Freeman einem Serienmörder zum Opfer gefallen ist, und versuchen diesem mit Hilfe von June Clark eine Falle zu stellen.

Alles in allem ist »Küss mich und stirb« ein guter, spannender und solider Krimi aus der Cotton-Reihe und mit William »Bill« Shriver, dem mürrischen Captain des NYPD, spielt wieder einer der beliebten Nebenfiguren eine Rolle und diesmal nicht nur als Stichwortgeber. Jedes Mal, wenn ich diesen Charakter lese, hoffe ich, dass er einmal mit Homer in einem Fahrstuhl für ein paar Stunden hängen bleibt. Auf dieses Zusammentreffen wäre bestimmt nicht nur ich gespannt. Herrlich auch die kleinen Sticheleien zwischen Shriver und unseren Helden.

Wie gesagt, dieser Roman ist ein spannender Krimi, wenn auch mir persönlich es zu lange dauert, bis unsere Helden auf die Spur des richtigen Killers kommen. Zunächst wird einfach zu sehr auf dem aktuellen Fall der jungen Polizisten rumgekaut. Gut, das muss wohl so sein, aber es nimmt der eigentlichen Story den Platz. Bevor herauskommt, dass Rose Freeman einem Serienkiller zum Opfer gefallen ist - was übrigens auch nur zufällig rauskommt, weil der Mörder recht schnell noch eine Frau ermordet - wird zunächst einem korrupten Polizisten der Garaus gemacht. Und diese Story nimmt - so spannend sie auch ist - der eigentlichen Story den Platz weg. Die Ereignisse danach kommen nach meinem Geschmack ein wenig zu schnell. Vielleicht hätte man aus der Geschichte ein Taschenbuch machen können. Nichtsdestotrotz: Der Schluss hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil Jerry einmal vor Staunen den Mund nicht zubekommt.

© Cornelia Sibilitz

 

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