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Jerry Cotton Rezension Band 2718

Wenn falsche Freunde Fehler machen
Jerry Cotton Band 2718
von Jerry Cotton
Bastei-Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)
64 Seiten/1,60 €

Es gibt sie doch noch! Heftromane mit einer interessanten und vor allem nachdenklichen Story. »Wenn falsche Freunde Fehler machen« ist ein solcher Heftroman, auch wenn hier die Fronten sehr schnell geklärt sind und man im Grunde sofort weiß, wer hier der Böse ist. Dennoch, dieser Roman sticht aus denen der letzten Zeit erschienen Cotton-Romanen hervor: Jerry Cotton und Phil Decker sind ein Team, ziehen am gleichen Strang und sind sich vollkommen einig. Hatte man auch lange nicht mehr so deutlich gelesen.

Um was geht es?
Eine junge Frau wird ermordet und alles deutet auf ihren Freund als Mörder hin. Und so ist er für Polizei und Medien schon vorverurteilt. Aber genau hier liegt das Problem, denn so leicht wie sich das alle machen ist der Fall nicht und unsere Helden kommen ins Grübeln. Und die Zeit spielt gegen Jerry und Phil, denn der Verdächtige ist ein Schwarzer und jene die ihn bei der frischen Tat ertappt haben sind weiße, reiche junge Erwachsene. Die Lage ist also gespannt und droht in einen offenen Flächenbrand auszuarten.

Der Roman nimmt einige heiße Themen auf: Rassenprobleme in den USA, die Frage wie gleich Arm und Reich ist und ob sich die Reichen nicht das Recht erkaufen können. Lösungen für diese Probleme weißt der Roman natürlich nicht auf, dafür ist ein Heftroman auch nicht da. Aber er ist spannend geschrieben und zeigt, dass das Gesetz auch für die Reichen und die Weißen gilt. Ein Thema, das gerade wieder mal sehr aktuell ist in dem Land über dem großen Wasser.

Eine große Seltenheit bei »Wenn falsche Freunde Fehler machen« ist auch das erste Auftauchen von Jerry und Phil. Zum ersten Mal tauchen sie nämlich auf Seite 14 auf, zuvor hat man von der Tat und den bisherigen Ermittlungen Kenntnis bekommen. Wie gesagt, eine Seltenheit in der Cotton-Serie und diese steht dem Roman gar nicht mal schlecht.

Fazit:
Ein toller Roman, den ich nur empfehlen kann!

© Cornelia Sibilitz

 

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