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Jerry Cotton Rezension Band 2716

Die Stunde des Killers
Jerry Cotton Band 2716

von Jerry Cotton
Bastei-Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)
64 Seiten/1,60 €

Es passiert mir recht selten, dass ich mitten in einem Roman den Faden verliere. Noch seltener passiert es mir, dass es nicht an der Logik des Romans liegt, sondern irgendwie am Schreibstil. Bei dem Roman »Die Stunde des Killers« ist mir genau das passiert, dabei ist der Roman gar nicht schlecht, auch wenn das Thema nicht sonderlich neu ist.

Um was geht es genau?
Während der Hochzeit seiner Tochter wird der Mafiaboss Benaldi ermordet. Verdächtige gibt es viele: den Sohn, die Tochter, den Schwiegersohn, die Ehefrau und dessen Geliebten, den Bruder des Ermordeten und den Ex-Geschäftspartner. Nun die ersten vier werden recht schnell aus dem Kreis der Verdächtigen ausgeschlossen und die nächsten beiden recht schnell ermordet. Bleibt der Ex-Geschäftspartner, aber auch er ist es nicht.

Es ist eine Person, die später wirklich auftaucht und genau hier habe ich den Faden verloren, den irgendwie änderte sich plötzlich der Stil. Nicht gravierend, aber für einen Intensiv- und Vielleser wie mich durchaus bemerkbar.
Erst im zweiten Anlauf habe ich den Roman in einem Rutsch durchlesen können und wie gesagt er ist nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Für ein so häufig vorkommendes Thema war der Roman sogar richtig gut.

Wenn der abrupte »Actionwechsel« nicht gewesen wäre und die extrem vielen Verdächtigen, dann wäre »Die Stunde des Killers« durchaus ein sehr guter Roman, so ist er lediglich ein Guter.

Was auch sehr schön ist, das Titelbild passte endlich mal wieder recht gut zum Inhalt des Romans, was ja seit einigen Wochen und Monaten recht selten der Fall ist.

© Cornelia Sibilitz

 

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