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Die Eremitage-Connection In der „Jerry Cotton“-Serie ist es – warum auch immer – inzwischen leider zum traurigen Ritual geworden, dass auf Sonne Regen, auf Licht Schatten folgt – oder vielmehr: Nach einem besonders starken Roman folgt ein äußert schwacher. Dafür gab es in der Vergangenheit etliche Beispiele – das letzte z. B. nach dem sehr starken Band 2550: „Zwölf Stunden Angst“. Manche Themen sind in einer Serie wie „Jerry Cotton“, nachdem sie zum hundertfünfzigsten Mal ausgebreitet wurden, einfach out. Romane, in denen Cotton und Co. gegen die Mafia ermitteln, zählen für viele Leser beispielsweise dazu. Dass man solche Geschichten aber nicht mehr zwingend nach üblich-vorhersehbarem 08/15-Schema schreiben muss, beweist Band 2601: „Die Eremitage-Connection“ eindrucksvoll. In akribischer Kleinarbeit werden mittels moderner Ermittlungsmethoden, die stark US-Amerikanischen TV-Krimiserien wie „CSI“ usw. ähneln, Ermittlungsergebnisse erzielt und vermitteln dem Leser ein hohes Maß an Authentizität. Abschließend noch ein allgemeiner Kommentar zum Stil des Autors. Zwar ist der stilistische Ausdruck weitgehend frei von sinnlosen Füllwörtern oder störenden Wortwiederholungen und auch die Dialoge sind zumeist sinnvoll – aber wenn alle paar Zeilen ein Satz mit einem Ausrufezeichen beendet wird, kann sich das auf den Lesefluss durchaus negativ auswirken. Ein solches Zeichen drückt letztlich immer ein Symbol für besondere Betonung aus; wenn man es allerdings nicht nur viel zu oft, sondern auch noch an völlig unpassenden Stellen einsetzt, beginnt es zu stören. Weniger ist eben manchmal doch mehr. Ansonsten bietet „Die Eremitage-Connection“ bestes Lesevergnügen. Fazit: Durchaus empfehlenswerter Cotton-Roman.
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