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Jerry Cotton Rezension Band 2575

Geld und falsche Götzen
Jerry Cotton Band 2575

von Jerry Cotton

64 Seiten/1,50 €
Bastei-Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)

Nach mehreren Monaten, in denen ich (aus gutem Grund) die aktuellen Hefte der Jerry-Cotton-Serie zur Seite gelegt hatte (es gab in letzter Zeit so manche Bände, die einen dauerhaft negativen Nachgeschmack hinterlassen haben), wagte ich jetzt einen Versuch, mich mit den neuen Romanen wieder anzufreunden. In letzter Zeit gab es einfach sehr viele Pleiten bzw. die nicht ganz so tollen Ausgaben überspielten die qualitativ guten – ein Grund, erstmal nur noch die Taschenbücher zu lesen. Doch irgendwie habe ich mal wieder Lust verspürt, ein Cotton-Heft zu lesen und nahm Band 2575: „Geld und falsche Götzen“ zur Hand, die Nummer nach Band 2574: „Skrupellos“, meinem bisher letzten aktuellen Cotton-Roman.
Zeitgleich zu dieser Rezension erscheint übrigens auch hier im Geisterspiegel in der neuen Jerry-Cotton-Kolumne unter „Romanhelden“ von mir ein Beitrag zur aktuellen JC-1.-Auflage.

Die Handlung ist schnell erzählt: Oliver Mason wird ermordet und alles deutet auf den Mord einer Sekte hin, doch der muss man erst einmal etwas nachweisen, um sie dingfest machen zu können – also schaltet man Jerry Cotton und Phil Decker vom New Yorker FBI ein und dann dauert es auch nicht mehr lange, bis den Verdächtigen etwas nachgewiesen bzw. diese geschnappt werden.

Eins vorweg: Das Cover und der Titel dieses Romans sind wirklich grauenvoll. Beides eignet sich vielleicht hervorragend als Brechmittel – aber auf einem JC-Romanheft haben Titelbild und Titel nichts zu suchen. Ein gewisses ästhetisches Gefühl sollte eigentlich jedem Menschen eigen sein, sowohl für Titel als auch für Titelbild – zumal weder das eine noch das andere zum Roman passt (dass die Bilder auch noch zur Handlung passen, habe ich mir schon seit langem abgeschminkt, aber dass man sie derart verunzieren muss, ist wirklich eine Schande – ein solches Cover hat selbst das schlimmste Heft nicht verdient).

Die Geschichte ist leider auch von eher durchschnittlicher Qualität. Das Heft bietet eine vorhersehbare Handlung, die man zwar schnell weg lesen kann, aber gefesselt oder gar überrascht hat sie mich bedauerlicherweise nicht. Im Prinzip reicht es aus, die Vorschau zu lesen, um alle wesentlichen und wichtigen Fakten des Romans zu kennen: Oliver Mason wird ermordet, diese Sekte gerät in Verdacht und nach einigen Füllszenen offenbart sich der Verdacht als wahr. Schnelle Krimikost, allerdings muss man dem Autor positiv zugute halten, dass sich der Roman flüssig lesen ließ und vor allem, dass er nicht derart mit Namen und Personen überladen war wie Nr. 2574.

Aber wie es der Zufall so will, sollte das noch nicht alles sein, denn ich habe kurz darauf die Bände 2579: „Easy Killer“ und Band 2589: „Tennessee Waltz“ zur Hand genommen (siehe die dazugehörigen Rezensionen).

© Koopa

 

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