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Jerry Cotton Rezension Band 2573

Killing Game
Jerry Cotton Band 2573

von Jerry Cotton

64 Seiten/1,50 €
Bastei Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)

Bei einem Brand stirbt ein G-man. Zufälligerweise sind gerade Phil Decker und Jerry Cotton in der Nähe und nehmen die Ermittlungen auf. Zeitgleich wird die Geschichte zweier konkurrierender Gangsterbosse erzählt. Schließlich kommen sie hinter das Geheimnis eines Todesservices...

Ehrlich gesagt bin ich unschlüssig, was ich von „Killing Game“ halten soll. An der Stelle erst einmal ein Lob, dass dieser Titel mal wieder etwas spannender klingt als andere lasche Titel in der Vergangenheit (und auch der Schriftzug auf dem Cover sieht mal wieder etwas individueller und schöner aus als die Einheitssuppe, die einem da sonst so oft vorgesetzt wird).
Die Grundidee ist spannend und die Täterauflösung hat mich wirklich überrascht (wobei das in erster Linie daran lag, dass ich mit allem nur nicht damit gerechnet habe, dass der Drahtzieher in diesem Roman ein uns bekannter ist).
Die Mafia-Geschichte, die nebenher erzählt wird, hätte man allerdings um einiges kürzen können.

Leider scheint dem Autor nicht bekannt zu sein, dass sich Steve Dillaggio, Zeerookah, Jerry und Phil nicht mit Mr High duzen (in dem Zusammenhang: Kann es sein, dass man neuerdings generell den Punkt nach der Abkürzung für „Mister“ weglässt?); das ganze wird dadurch zu einem Mischmasch aus siezen und duzen. Aber mal ehrlich: Wenn dem Autor solche Fehler nicht auffallen (wobei ich einsehe, dass das im Eifer des Gefechts mal passieren kann), sollte das wenigstens dem Lektorat ins Auge springen. Zumal es nicht einmal vorkommt sondern zigmal – und dieser Fehler ist nun wirklich offensichtlich.

Zudem war die häufige Wiederholung des Wortes „Und“ am Beginn eines neuen Absatzes störend. Auf einer Seite begannen gleich fünf Absätze mit dem Wort „Und“. Mal ehrlich, es ist doch eine der ersten Regeln für angehende Autoren, dass man einen (Ab)Satz nicht ständig mit demselben Wort beginnt (und schon gar nicht mit dem Wort „Und“).

Kein Vergleich mit der Schlappe von letzter Woche, allerdings hätten ein paar offensichtliche Fehler mit Leichtigkeit ausgebügelt werden können. Ansonsten gibt’s nichts zu meckern.

© Koopa

 

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