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Jerry Cotton Rezension Band 2570

Sterben in New York
Jerry Cotton Band 2570
von Jerry Cotton

64 Seiten/1,50 €
Bastei Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)

Als Dave Hannagan, einer der Gangsterbosse New Yorks, erschossen wird, gibt es eine Reihe von Verdächtigen. Doch dann werden reihenweise fast alle Verdächtigen ermordet – bis kaum einer mehr übrig bleibt...

Wie heißt es doch so schön? Auf Sonne folgt Regen (oder so ähnlich) – und das ist bei diesem Cotton-Roman der Fall. Nachdem mir der letzte Band sehr gut gefiel, ist das leider nur noch Mittelmaß.
Erzählt wird diesmal ein typischer Gangster-Roman, der weder Neues noch sonderlich Originelles bietet (und durch eine überraschende Auflösung kann der Roman in meinen Augen auch nicht punkten; vom Hocker gehauen hat mich der Schluss nicht wirklich). Streckenweise war der Roman ziemlich überladen mit Personennamen (ich hatte fast schon befürchtet, es wieder mit einem Roman wie Band 2548 – „Die Spur führt nach Chinatown“ zu tun zu haben...), was das Heft in meinen Augen auch nicht gerade angenehmer werden ließ.
Zu wenig geklärt wurde mir, wie es der Killer auf Seite 32 schaffte, in Robert Andersons Apartment einzudringen. Gut, er hat die Cops ausgeschaltet, aber woher wusste er von dem verabredeten Klingelzeichen, um so in das Apartment gelangen zu können?

Wirklich gefreut habe ich mich diesmal darüber, dass Harry „Cleary“ Easton und Ed Schulz von der Mordkommission Manhattan mal wieder auftauchen, nachdem die in letzter Zeit ja ziemlich in der Versenkung verschwunden sind.
Allerdings scheint man bei diesem Roman arge Zählschwierigkeiten gehabt zu haben. Auf der Rota-Seite heißt es: „Insgesamt hatte er [Adam Holbrock] sieben Jahre seines Lebens hinter Gittern verbracht“. Merkwürdig nur, dass im ganzen Roman die Sprache von zehn Jahren hinter Gittern ist.

Zum Schluss noch eine Anmerkung zum Titel. Dass man neuerdings keinen Wert mehr auf reißerische Titel legt und stattdessen eher nichts sagenden Titeln den Vorzug lässt, wäre ja nichts Neues. Aber zu „Sterben in New York“ fällt mir nun wirklich nicht mehr viel ein. Der trifft auf gut 2570 Cotton-Hefte von 2570 erschienen Heften zu. Dafür sieht das Titelbild diesmal wenigstens ganz ordentlich aus.

Alles in allem ein durchschnittlicher Gangster-Roman ohne allzu große Überraschungen oder Wendungen.

© Koopa

 

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