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Laufsteg in den Tod 64 Seiten/1,50 €
Nun, inzwischen ist es sage und schreibe 500 Bände her, dass die Leser der JC-Serie mit dem 1. Teil des Mehrteilers "Mein letzter Fall" überrascht bzw. geschockt wurden. Wie die Zeit doch vergeht. Ungewöhnlich ging es für mich gleich zu Anfang los. So erwartete ich, nachdem ich die Vorschau zu dem Roman las, dass systematisch von der Rota-Seite an der Weg/Abstieg von Monica Sanders (ob die Gleichheit mit FBI-Telefonistin Myrnas Nachnamen zufällig oder beabsichtigt war?) vom Mädel vom Land mit den großen Träumen einer großen Modelkarriere bis zu einer Frau, der das Träumen vergangen ist und die wie Wegwerfware in einem schäbigen Bordell arbeitet oder bei Pornofilmen mitwirkt und dass mit „die zweite Spur führte Phil und mich von einer Leiche zur nächsten“ mehr gemeint war, dass immer mehr solcher Mädchen gefunden werden - wurde jedoch ziemlich überrascht. Die Story schlug einen ganz anderen Weg ein. Monica kam glücklicherweise mit einem blauen Auge davon und letztlich ging es in der Story mehr um einen Rächer, der solch ein Mädchen mit großen Träumen usw. rächen will - also ganz anders, als ich's mir vorgestellt hätte. Dieser Roman gefiel mir in mehrerlei Hinsicht gut. Zum einen gehören Rache-Storys zu meinen absoluten Lieblings-Story-Typen bei Kriminalromanen und zum anderen wurde die Spannung, ob nicht doch jemand anders der Täter war, bis zum Schluss erhalten. Dazu kommt ein flüssiger Schreibstil, sodass ich den Roman binnen kurzer Zeit und praktisch in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Freude über den Roman flaut für mich zwar etwas ab, da der Mörder doch relativ schnell bekannt wurde, allerdings fällt das bei dem an sich guten Roman kaum auf. Denn auch in dieser Story hagelt es augenscheinlich nebensächliche Dinge, die ich allerdings in der Cotton-Heft-Serie zurzeit schmerzlich vermisse. Eine Kritik geht wieder mal ans Lektorat; dass es auf Seite 48 „Leroy Whitney“ und auf Seite 51 „Lionel Whitney“ heißt, hätte man vermeiden können. Fazit: Ein kurzweiliger Roman, der mir gut gefallen hat. © Koopa |