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Kein Opfer ist vergessen Der 2556. Roman der Jerry Cotton Heft-Serie handelt diesmal von einem Serienkiller, der seine Opfer per Auto tötet. Ziemlich nervig war, dass der Name Bradley Morgen hier des Öfteren mit Stephen Hyams verwechselt wurde. Ein Beispiel auf Seite 24: „Um wen handelt es sich, Sir?“ – „Um den Bruder von Bradley Morgan.“ – „Tony.“ Oder auf Seite 32: „Im Fall Tony Morgans (…)“. Das störte den Lesefluss doch manchmal schon ziemlich. Das soll in dem Fall nicht unbedingt nur ein Vorwurf an den Autor sein, aber im Lektorat hätte man so was doch nun wirklich verbessern können. Klar; jeder übersieht mal etwas, aber hier traten die Fehler doch schon gehäuft auf. By the way wird auf Seite 50 etwas Interessantes erwähnt: „Wir waren nun einmal bekannt wie bunte Hunde.“ Damit hat der Autor ein Problem aufgerollt, das mich seit der Stellungnahme der Redaktion zu Annie Geraldos Tod in Band 2512 beschäftigt. Generell gesehen sind Phil und vor allem Jerry als G-men völlig unbrauchbar; bei 3000 (mehr oder weniger) gelösten Fällen und diversen Artikeln in Zeitungen müssten die beiden - speziell in der Unterwelt - inzwischen so bekannt sein, dass praktisch jeder Gangster sie sofort erkennen und Reißaus nehmen würde, wenn er nur einen oder beide zusammen sieht. Wenn man der Serie die nötige Realität hätte verleihen wollen – im besagten Heft 2512 mit der Stellungnahme wird erwähnt, dass man der Realitätsnähe der Serie den Tod Annie Geraldos schuldig gewesen wäre – hätte man Jerry oder Phil oder am besten beide sterben lassen. Aber das nur am Rande. Zum Schluss: Wie ist man nur auf den bescheuerten Titel „Kein Opfer ist vergessen“ gekommen? Erstmal ist das ein Allerweltstitel, der auf zig Cotton-Romane zuträfe, aber ausgerechnet bei diesem Roman finde ich ihn ziemlich unpassend, da in dem Sinne kein vergessenes Opfer im Vordergrund stand bzw. kein Verbrechen (= vergessenes Opfer) aus der Vergangenheit aufgeklärt wurde (zumindest sehe ich das so), wenn auch der Fall mit der Vergangenheit zu tun hatte. © Koopa |