Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Jerry Cotton Rezensionen - Band 2546


Jerry Cotton Rezension Band 2546

Der Tod bietet mit
Jerry Cotton Band 2546

von Jerry Cotton
64 Seiten / 1,50 €
Bastei Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)

Wie von mir bereits angesprochen, störte mich an diesem Roman die Anmerkung auf Seite 7, in der Phil und Jerry Mr High über die Aufklärung der „Canelli-Morde“ berichteten. Was soll das gewesen sein? Im letzten Roman ging es um eine Brandserie und ein(e) Canelli kam nicht vor. Hat Jerry uns diesen Fall vorenthalten? Ich sehe ein, dass sich Jerry nicht an unzählige Romane erinnern kann, aber diesen Fehler hätte man im Lektorat wirklich ausbessern können; es dürfte keine große Sache sein, aus „Canelli-Morde“ „Brandserie“ zu machen. Dass der Autor das nicht machen kann, ist mir klar – wenn zum Zeitpunkt, in dem dieser Roman im Lektorat bearbeitet wurde, noch nicht feststand, in welcher Reihenfolge die Romane erscheinen, dann hätte man genauso gut „unser letzter Fall“ daraus machen können. Man kann sagen, dass ich jetzt etwas überreagiere, aber ich finde es ziemlich daneben, wenn man sich nicht mal die Mühe macht, aus Canelli-Morde Brand-Serie zu machen.
Genauso hätte man im Lektorat den Zahlenfehler aus Seite 7 bzw. 9 ausbessern können. Auf Seite 7 sagt Mr High zu Jerry und Phil: „Es hat zwei Tote gegeben und mehrere Verletzte.“ Auf Seite 9 heißt es dann von Jerry merkwürdigerweise: „Unser Chef sagte uns, dass es drei Tote und einige Verletzte gegeben hat.“ Gut, auch das kann man damit abtun, dass ich da etwas penibel bin, aber das sind eben Fehler, die im Eifer des Schreibgefechts mal dazwischenrutschen können, die man im Lektorat aber korrigieren könnte.
Davon abgesehen, verhielt sich der Inhaber des Auktionshauses von Anfang an ein wenig zu offensichtlich. Wenn ich selber in der Sache mit drin stecke, dann rufe ich doch nicht gleich (siehe Seite 10) kurz nach der Tat die Versicherung an.
Auf Seite 12 hätte ich doch mein Personal beschuldigt, anstatt meine Hand für alle Mitarbeiter ins Feuer zu legen. Damit hätte man prima eine falsche Fährte legen und den Verdacht von sich abwenden können.
Man stellt auf Seite 16 fest, dass die Tür keine Spuren von Gewaltanwendung aufweist. Irgendwie wäre es doch logischer gewesen, die Tür auch in Mitleidenschaft zu ziehen, damit es auch nach einem richtigen Einbruch aussieht, und nicht so, als hätte man den Gangster schon von vornherein Tür und Tor öffnen wollen.
Zum Ende des Romans hin schickt man Joe Bandenburg zu Jack Donelly, damit er – selbstverständlich verkleidet – eine Geige von Donelly kauft. Daran ist an und für sich nichts Schlimmes, aber es hätte theoretisch sein können, dass Joe Jack bereits durch die Oberservierung aufgefallen war. Und es soll ja auch noch ein paar andere FBI-Agenten im New Yorker FBI Office geben, die man an dieser Stelle hätte einsetzen können (um ganz sicher zu gehen, dass er nicht auffällt - zum Beispiel hätte man da Steve Dillaggio oder Zeery nehmen können).
Worüber ich mich aber gefreut habe, war der kurze Auftritt von Sarah Hunter und auf Seite 17 Phils Bemerkung über die Sekretärin von Jack Donelly.
Alles in allem ein solider Krimi, dessen Lösung zwar leider nicht sonderlich überraschend ist, der ansonsten aber gut gemacht ist.

© Koopa

 

© by 2006
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox