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Jerry Cotton Rezension Band 2539

Tödliches Goldfieber
Jerry Cotton Band 2539

von Jerry Cotton
64 Seiten / 1,50 €
Bastei Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)

So, nun habe ich endlich den Roman von letzter Woche durchgelesen. Die Beschreibung klang zwar viel versprechend (siehe das Ende von meinem Posting zu den Highway-Hyänen), aber in dem Falle hielt er nicht, was er versprach. Er fing zwar ganz spannend an, aber irgendwann (so etwa bei der Hälfte) kam bereits heraus, was da wirklich ablief und die Spannung war dahin. Der restliche Teil verlief einfach nur langweilig, hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich kann Blofeld nur recht geben – wieso hat man nicht einfach vorher heimlich den Schatz geborgen, anstatt diesen Medienrummel auf sich zu ziehen? Völlig unlogische Denkweise, da riss auch die Bemerkung von Jerry, dass er, würde Phil sterben, seine Dienstmarke wegwerfen, nichts mehr heraus.
Als dauernd von einem anonym als „Boss“ bezeichneten Mann die Rede war, hatte ich schon fast gehofft, dass der „Senior“ von Nr. 2528 wiederkehren würde, aber dem war ja doch nicht so. Vielleicht gibt es dazu ja noch mal eine Fortsetzung. Nebenbei: Wann gibt’s mal wieder einen Mehrteiler? Mag der Redakteur keine Mehrteiler oder wollen die Autoren derzeit nur noch Einzelromane schreiben? Von Zyklen (wie der Sarah Hunter-Zyklus, die Domäne oder Jeff Patrick) mal ganz zu schweigen. Natürlich, das Hauptaugenmerk liegt bei JC auf Einzelromanen, aber das mit den Mehrteilern und Zyklen ging ja vorher auch. Und wenn man es mal genau nimmt, dann ist, bis auf Band 2500, seit Ende der 2400er noch kein Mehrteiler erschienen (diese zwei Romane 2512 und 2513 würde ich nun nicht unbedingt als Mehrteiler bezeichnen; die Storys liefen an und für sich ja völlig getrennt von einander).

Was mir bei dieser Nummer sehr positiv aufgefallen war, war dies Mal der Mittelteil bzw. Seite 34/35. Endlich mal ein kleiner Artikel mit Cotton-Bezug („China entdeckt Jerry Cotton“). Vielleicht wird das ja demnächst wieder häufiger. Leider war diesmal der Roman, wie schon gesagt, alles andere als rosig.

Na ja, die Phase mit guten Romanen musste ja irgendwann auch mal ein Ende haben, wobei die nächste Nummer ja doch irgendwie verspricht, besser zu werden.

© Koopa

 

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