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Rezension - Zwielicht - Band 1

Michael Schmidt (Hrsg.)
Zwielicht - Band 1
Titelbild: Susanne Jaja
Innenillustrationen: Lothar Bauer

Anthologie, Paperback
Eloy Edictions, Augsburg, Oktober 2009
240 Seiten / 13,00 €
ISBN: 9783938411209

Inhalt:

  • Geschichten von Tobias Bachmann, Bernard Craw, Walter Diociaiuti, David Grashoff, Achim Hildebrand, Rainer Innreiter, Peter Nahtschläger, N. T. Neumann, Markus Niebios, Marcus Richter, Markus Saxer, Torsten Scheib, Jakob Schmidt, Michael Schmidt, Christian Weis
  • Daniel Neugebauer - »M. R. James und die Gespenstergeschichte«
  • Michael Schmidt - »Vincent Preis 2007«

Eine etwas andere Art ist »Zwielicht«. Hervorgegangen aus einem Thread im Horror-Forum und der Sammlung von Kurzgeschichten für den Vincent Preis 2009 enthält die Anthologie 15 bemerkenswerte Storys, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Der Leser nimmt zum Beispiel an den Folgen eines Autounfalls teil, wie es auf den Straßen unserer Zeit passieren könnte. Er erfährt, wie sich eine Katze für den Tod ihrer Jungen rächt, wie ein alter Mann plötzlich an Unfallstellen auftaucht oder wie eine Dampflok ungebremst in einen Bahnhof einfährt.
Ergänzt wird die Anthologie mit einem Essey »M. R. James und die Gespenstergeschichte« von Daniel Neugebauer und einer Auflistung deutschsprachiger Erstveröffentlichungen für den Vincent Preis 2007.

»Zwielicht« ist als Auftakt einer Reihe, ja als Start eines Magazins zu verstehen. Es stellt sich die Frage, in welche Richtung dies gehen soll. Es ist ein Versuch, Kurzgeschichten mit interessanten Artikeln zu kombinieren. Dabei sollten jedoch die Storys Vorrang genießen, denn was wäre eine Anthologie, wenn dies nicht so wäre: eben ein Magazin und keine Kurzgeschichtensammlung.
»Zwielicht« ist ein Sammelsurium äußerst interessanter Storys. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Jeder der Autoren lässt seine Protagonisten auf seine eigene Art agieren. So vielfältig an die vorgegebene Thematik herangegangen wurde und jede Story in ihrem (Zwie)Licht erstrahlt, haben alle Kurzgeschichten etwas Gemeinsames: Sie sind phantastisch geschrieben.

Fazit:
Bei der Auswahl der Kurzgeschichten für »Zwielicht« hat Herausgeber Michael Schmidt ein glückliches Händchen bewiesen. Erfreulich ist, dass Tobias Bachmanns Story »Kaleidoskop der Seele« endlich einen würdigen Platz erhielt. Bleibt zu hoffen, dass »Zwielicht 2« ebenso spannend wird.

Bewertung:



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