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Professor Zamorra Rezension - Band 848

Spionin der Hölle
Professor Zamorra Band 848

von Volker Krämer

Bastei Verlag (Verlagsgruppe Lübbe)
64 Seiten/1,50 €

Yola Hacoon, das ehemalige Model, welche mit der Entführung ihrer Tochter erpresst wurde und Zamorra töten musste, wird von Stygia erneut gezwungen, der Schwarzen Familie zu Diensten zu sein. Dieses Mal muss Yola als Spionin der Hölle in der weißen Stadt Armakath Informationen sammeln und die Hüterin töten. Diese ist zu Tode erschöpft, denn die Wurzel der Stadt liegt im Sterben, dafür hat die Hölle mit ihren Veränderungen gesorgt. Die Hüterin ruft Artimus van Zant und Zamorra nach Armakath. Während Artimus die sterbende Wurzel mit seinen neuen magischen Fähigkeiten stabilisiert, holt Zamorra Brik Simon und Sabeth mit der Wurzel, welche unter Briks Haus liegt, in die Hölle. Diese Wurzel muss nun die Stelle der alten einnehmen, doch der Preis für dieses Unterfangen ist hoch ...

Volker Krämer spinnt seinen Faden um Armakath gekonnt weiter und bringt seine neuen Charakter schlüssig in die Handlung mit ein. Dabei werden wie immer alte Handlungsstränge geschlossen, nur um sogleich neue zu öffnen. Alles scheint einem großen Showdown in der Hölle entgegenzustreben und seit langer Zeit darf auch Stygia wieder auftreten. Viel zu lange schon hat sich die Fürstin der Finsternis zurückgehalten. Sprachlich und stilistisch gibt es an diesem Roman nichts auszusetzen, nur stellt sich bei diesem Band die Frage, ob Zamorra nur mit in die Hölle genommen wurde, um Botengänge zu erledigen, denn eigentlich dreht sich alles um Yola, Sabeth und die Hüterin. Allenfalls noch Brik und Artimus. Dabei bekommt die eine oder andere Figur eine ganz andere Aufgabe und Beziehungen ändern sich frappierend. Erfrischend ist dagegen die Abwesenheit von Nicole Duval, die sonst in jedem Roman mit von der Partie ist. Interessant ist vor allem Volker Krämers Interpretation der Hölle, der als Einziger diese Dimension nicht nur als feindselige und zerstörerische Welt einstuft. Die Hölle ist eine fremde Ebene mit Kreaturen, die nicht alle bösartig und gemein sind. Diesen Beweis tritt in dem folgenden Band der kleine Quietly an, der mit Yola eine einzigartige Form der Symbiose eingeht. Ein rundum gelungener Roman, der die Ereignisse um Armakath fortführt und gleichzeitig Zamorras letztes Abenteuer vor dem Siegel-Finale.

Das Cover wirkt fast wie ein Werk von Royo und steht diesen in punkto Qualität und Realismus in nichts nach. Darüber hinaus passt es perfekt zur Handlung.

Bewertung:


© Florian Hilleberg

 

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