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Professor Zamorra Band 23 Brutwelt Terra Von Volker Krämer Titelillustration: Werner Öckl Hardcover mit Schutzumschlag
In diesem Nicole-Duval-Solo-Abenteuer geht Volker Krämer detailliert auf Nicoles Vergangenheit und Jugendzeit ein. Dabei wählt er Schauplätze, die ihm selbst aus seiner Kinderzeit vertraut sind und so gelingt es ihm einmal mehr spielerisch die Atmosphäre der Örtlichkeiten einzufangen. Wie alle Romane von Krämer zeichnet sich auch dieser durch eine detaillierte Charakterisierung der handelnden Personen aus. Professor Zamorra hat indes nur eine kleine Rolle zu Beginn des Abenteuers, die allerdings in einer sehr schönen Szene die Partnerschaft zwischen dem Parapsychologen und Nicole Duval unterstreicht. Leider kommt aufgrund der Charakterdarstellungen, der Ortsbeschreibungen und der Rückblicke in die Vergangenheit die eigentliche Story zu kurz. Stellenweise zieht sich der Roman doch sehr in die Länge, so dass man den Eindruck hat keinen richtigen Zamorra-Roman in Händen zu halten, was nicht primär an der Abwesenheit des Professors liegt. Zum einen kommt Nicole in der ersten Hälfte des Romans nicht wirklich oft zum Zug und zum anderen wirkt die Französin in diesem Buch seltsam fremd und ernst, keinesfalls so, wie man sie aus unzähligen Heften eines Werner Kurt Giesas kennt. Volker Krämers Darstellung der Protagonisten, war nie so überzogen verspielt, wie die des einstigen Chefautors der Serie, doch er bemühte sich immer um eine gewisse Ausgewogenheit zwischen Ernsthaftigkeit und Blödeleien. Doch hier wirkt Nicole fast schon spröde und lässt nur ab und an einen harmlosen Scherz fallen. Abgesehen von mangelnder Freizügigkeit, was in der Vergangenheit sowieso über Gebühr strapaziert wurde, scheint sich Nicole allerdings auch keinen Deut mehr um ihr zweites großes Hobby zu scheren, die Autos. Als ihr die Leihfirma einen neuen Wagen zur Verfügung stellt, der weniger Leistung hat, als der erste und älter ist, hätte die Nicole, wie sie immer Charakterisiert wurde einen mittelschweren Aufstand geprobt. Und auch die Unkenntnis des Wagentyps ist in diesem Zusammenhang unglaubwürdig. Am Ende dann lösen sich die Mysterien gekonnt auf und wieder appelliert der Autor an Toleranz und Menschlichkeit, doch wirklich neu und originell ist das Finale nicht unbedingt gewesen. Zumal indirekt auch die Weißen Städte wieder herhalten mussten, die in den Romanen des Autors immer wieder als Haupthandlungsträger herhalten müssen. Alles in allem ein netter Roman, der vor allem stilistisch überzeugt, aber inhaltlich viel zu ausgewalzt wurde. Für knapp 15 Euro ein bisschen wenig, was man hier geboten bekommt. Das Cover von Werner Öckl zeigt Nicole Duval, wie sie die Fans kennen und lieben. Im Roman verzichtet sie allerdings auf dieses gewagte Outfit. Dennoch ist das Bild sehr atmosphärisch und passt von der Farbgebung auch sehr gut zum Layout. Das Papier ist von hoher Qualität und auch dem Lektorat sind vergleichsweise wenige Fehler durch die Lappen gegangen. Fazit:
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