Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Perry Rhodan - Heyne-Taschenbücher - Das Rote Imperium - Band 2


Romanrezension - Das Rote Imperium - Band 2

Christian Montillon
Perry-Rhodan - Das Rote Imperium - Band 2
Requiem für Druufon

Science Fiction, Taschenbuch
Heyne Verlag, München, Februar 2009
411 Seiten / 7,95 €
ISBN: 9783453524989

Band 2 der Saga um das Rote Imperium setzt dort ein, wo Band 1 endete und so beginnt der Roman mit Perry Rhodans Flucht aus der Knochenstadt, deren grausame Entstehung noch in diesem Buch geklärt wird, dem Kampf der Anjumisten, der Rebellen, gegen die Streitmacht des Roten Imperiums.
Nach mehreren Zwischenstationen gelangt Perry Rhodan (PR) zu den Druuf, die vom Roten Imperium fast vollständig ausgerottet wurden und deren letzte Überlebende in sogenannten Intropolen ihr Dasein fristen. Doch auch dort wird PR von der Präfidatin, der Kindersoldatin, Farashuu, gestellt und Wiesel, Rhodans unfreiwilliger Begleiter im Roten Universum, lässt bei dem Kampf sein Leben. PR setzt seine Flucht mit dem Anführer der Anjumisten, Finan Perkunos, fort. Oberstes Ziel PR`s ist, nicht den Machthabern des Roten Imperiums in die Hände zu fallen, um nicht für ihre Zwecke missbraucht zu werden.
Generalgouverneur Bravo Verlaines lässt jedoch sogar ganze Planeten durch seine Flotte, unter Führung der Generalin Johari Ifama, bombardieren und Millionen Unschuldiger töten, nur um PR aus der Reserve zu locken. Und so führt PR eine Flotte von 15.000 Raumschiffen in den Krieg gegen das Rote Imperium, bereit sich dem Gegner zu stellen, sofern das Morden aufhört. Doch die Generalin spielt falsch und am Ende gerät PR doch in Gefangenschaft.

Der obige Inhalt gibt nur die aktuelle Handlung dieses zweiten Bandes der Trilogie wieder. Was den Roman aber letztendlich wirklich interessant macht, sind die Einschübe, in denen Montillon die Lebensgeschichte des Generalgouverneurs Bavo Velines erzählt, die eng verknüpft ist mit der Geschichte des Roten Imperiums. Velines, der stets nur seine eigenen Ziele verfolgt, die ihn letztendlich an die Führungsspitze des Imperiums bringen. Er treibt das Projekt »Filiationskammer« voran, das ihn und die beiden anderen Mitglieder des Triumvirats, Chefwissenschaftler Jaakko Patollo und Generalin Johari Ifama, quasi unsterblich macht und so ihre Machtphantasien Realität werden lässt.
Weiterhin schildert Montillon die Erschaffung der Kindersoldatinnen und beschäftigt sich intensiv mit deren Wesen. Der Ursprung des Krieges gegen die Druuf wird ebenso thematisiert und es entsteht ein plastisches Bild der diktatorischen Zustände im Roten Imperium vor den Augen des Lesers.
Christian Montillon hat einen kraftvollen, plastischen Schreibstil, der es ihm z. B. auch ermöglicht, PR`s Fieberphantasien kongenial umzusetzen. Auch verfügt Montillon über einen umfangreichen Sprachschatz, sodass man bereits nach 30 Seiten sagen kann, dass er sprachlich besser, ausgereifter schreiben kann als sein Kollege Thurner in Band 1.
Sicherlich hatte es Thurner nicht einfach, den Einstieg zu finden, doch während er handlungstechnisch mehr an der Oberfläche blieb, geht Montillon in die Tiefe.
Somit ist Montillon ein spannender Roman gelungen, der nie langweilig wird.

© Stefan Bellack

 

© by 2009
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox