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Perry Rhodan Romanrezension Band 292

Der Bahnhof im Weltraum
Perry Rhodan Nr. 292
von William Voltz

Moewig-Verlag
64 Seiten / 0,80 DM

Nach Zerstörung der Transmitterstrecke in die Milchstraße in PR 291 scheinen die Terraner um Perry Rhodan im Andro-Beta-Nebel gestrandet. Doch da entsinnen sich die Maahks ihrer alten Weltraumbahnhöfe im Leerraum zwischen den Galaxien.
Die BARCELONA unter Leitung von Voltz’ Lieblingscharakter Don Redhorse findet schließlich tatsächlich einen Weltraumbahnhof. Zu ihrem Erstaunen entdecken sie Tausende Walzenschiffe der Maahks chaotisch auf den Landeplattformen verankert. Die Space-Jet, mit der Redhorse und seine Männer (unter anderem Brazos Surfat, ein weiterer Lieblingscharakter des Autors, und der Maahk-Wissenschaftler Grek 1) den Bahnhof anfliegen, wird beschossen. Die BARCELONA wird sogar vernichtet.

Im Weltraumbahnhof werden die Terraner in die Auseinandersetzungen zwischen den Sippen eines außerirdischen Volkes verwickelt. Zu allem Überfluss verehren die Forrils, wie das Volk heißt, die Zentrale des Bahnhofs als eine Art Gottheit, den „Großen Waza“. Der Zugang ist ihnen deshalb verwehrt. Doch da erfährt Redhorse von rituellen Kämpfen, dem Wazala-Turnier, die den Gewinner berechtigen, den Großen Waza zu besuchen. Redhorse setzt alles auf eine Karte und nimmt an den Kämpfen teil. Zur Überraschung aller gelingt es ihm, eine Runde nach der anderen zu bestehen. Doch im Halbfinale ist er so angeschlagen, dass Brazos Surfat an seine Stelle tritt. Brazos kann den Kampf zwar für sich entscheiden, findet dabei aber den Tod. Im Finale unterliegt Redhorse - wird aber dennoch zum Sieger erklärt, da sein Gegner einen Tabubruch begangen hat.

Redhorse ist somit das Betreten der Zentrale gestattet. Dort trifft er auf Grek 1, dem es inzwischen gelungen ist, in den Weltraumbahnhof einzudringen. Allerdings ist der durch Luftmangel wahnsinnig geworden, und ruft über Funk die CREST III, um sie zu vernichten. Dank des Forril-Priesters geht aber alles noch einmal gut aus.

Nach der grausigen Langeweile, die sich bei der Lektüre des letzten Bandes breitgemacht hatte, erwartete ich auch vom „Bahnhof im Weltraum“ nicht allzu viel. Hinzu kam ein Titelbild, das mir drastisch vor Augen führte, warum ich die Perrys der frühen Jahre zuweilen eher albern fand: Der Außerirdische, der sich später als ein Forril herausstellen sollte, wirkte auf mich höchst lächerlich. Dementsprechend tief angesiedelt waren meine Erwartungen.

Aber was dann kam, haute mich glatt um: Ein Roman, pickepacke voll mit Handlung, mit Dramatik - und mit Spannung! Die Gefangennahme der Terraner durch die Forrils, ihre Verwicklung in die Sippen-Streitigkeiten, das Ausnutzen dieser Streitigkeiten für eigene Zwecke. Das war schon mal ein guter Beginn. Mit dem Turnier, dem völlig unerwarteten Ableben von Brazos Surfat und der dadurch geschürten Unsicherheit, ob es wenigstens für Don Redhorse ein gutes Ende geben würde, und zu guter Letzt den überraschenden Verwicklungen in der Bahnhofszentrale steigert der Band von Seite zu Seite die Spannung.

Das war aufs Zyklus-Ende hin noch einmal richtig großes Heftchen-Kino. Respekt!

© Olsen

 

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