Koordinaten ins Jenseits
Perry Rhodan Nr. 290
von Clark Darlton
Moewig Verlag
65 Seiten / 0,80 DM
Nach den Vorkommnissen in Band 289 begreifen die Sonneningenieure endlich, dass sie von den Tefrodern und den Meistern der Insel ausgenutzt worden sind. Gucky nutzt die Gunst der Stunde und stellt Minharos, dem tefrodischen Kommandanten, ein Ultimatum: Er soll die gefangenen Terraner freilassen oder die Sonneningenieure zerstören sich durch einen Sturz in die drei Sonnen ihrer Welt selbst.
Die Meister der Insel wissen, wie wichtig die Sonneningenieure für sie sind und veranlassen Minharos dazu, die Terraner freizulassen. Als diese wieder mit Gucky und den Woolver-Zwillingen vereint sind, gelingt es ihnen sogar, eine Raumjacht zu stehlen und mit ihr die Flucht aus der Heimatwelt der Sonneningenieure zu ergreifen. Doch nach dem Start des Lineartriebwerks, entpuppt sich die so leicht zu stehlende Raumjacht als Falle und eine von Minharos installierte Sprengschaltung aktiviert sich. Die Woolver-Zwillinge können die Bombe in letzter Sekunde entschärfen.
Die Freilassung der Terraner ändert aber nichts mehr an der Meinung der Sonneningenieure über die Meister: Sie beschließen, sich wie angedroht in die Sonnen ihres Systems zu stürzen, was für sie aber kein Selbstmord, sondern „eine Rückkehr zu den Müttern“ ist.
Auf der CREST III bemerkt man die dadurch entstehende Energie. Sie fliegt zum System der Sonneningenieure und holt die Terraner samt Gucky ab.
Nach dem Totalausfall des letzten Bandes, ist hier eine gewaltige Steigerung zu verzeichnen. Darlton verzichtet auf allzu große Albernheiten, sein schauspielernder Pilot sagt gerade mal ein oder zwei pathetisch klingende Sätze, das war’s. Auch Gucky versteigt sich nicht in allzu großes Komödiantentum. Stattdessen präsentiert der Autor hier eine spannende Handlung, da man als Leser interessiert das Schicksal der Sonneningenieure verfolgt. Die Schilderung des Tefroders Minharos ist gut gelungen und man würde als Leser am liebsten in das Heft greifen und ihm eine Ohrfeige versetzen.
Lediglich in der Szene, in der sich die Sprengschaltung aktiviert und in fünf Minuten zu detonieren droht, wird Spannungspotenzial verschenkt. Sicherlich würde niemand erwarten, dass Gucky & Co. mit dem Raumer explodieren (vor allem, wenn man weiß, dass der Mausbiberich auch in den Heften jenseits der 2000 noch sein Unwesen treibt), dennoch hätte man die Szene etwas aufregender ausgestalten können.
Insgesamt sicher kein Spitzenroman, aber doch gehobener Durchschnitt.
© Olsen |