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Perry Rhodan Romanrezension Band 287

Die Halle der Unbesiegbaren
Perry Rhodan Nr. 287

von H.G. Ewers

Moewig Verlag
65 Seiten / 0,80 DM

Die Gefahr, dass die Meister der Insel, wie die Herrscher über Andromeda genannt werden, die Milchstraße angreifen, wird immer größer. Deshalb beschließt Perry Rhodan, den Sechseck-Transmitter im Zentrum Andromedas zerstören zu lassen und den Meistern der Insel und ihrer Duploflotte (nein, diese Flotte rekrutiert sich nicht aus Vertretern der vermutlich längsten Pralinenrasse der Welt, sondern aus millionenfach duplizierten Tefrodern) somit den Weg zur Milchstraße zu verbauen. Vorher bedarf es jedoch einer Übereinkunft mit den Maakhs.
Also macht sich Atlan auf den Weg, um mit den Neunvätern der Maakhs Friedensverhandlungen aufzunehmen. Die Verhandlungen laufen zufriedenstellend, werden aber von drei Mitgliedern der Neunväter torpediert. Es stellt sich heraus, dass diese drei Quertreiber ebenfalls von den Meistern der Insel eingeschleuste Duplos sind. Als es Atlan und seinem Trupp gelingt, die Duplos zu enttarnen, sind die restlichen Neunväter (also gewissermaßen die verbleibenden Sechsväter) überzeugt davon, dass ein Friedensvertrag mit den Terranern auch für sie Vorteile bringen wird.

Mit diesem Roman arbeitet H.G. Ewers auf den Folgeband hin, in dem K.H. Scheer von der geplanten Zerstörung des Sonnentransmitters berichten wird.

Es fällt mir grundsätzlich schwer, die ganz alten Romane der Serie unvoreingenommen zu beurteilen. Sicherlich strahlen die Bände dieser Ära einen antiquierten Charme aus, der sich z.B. in riesigen Computern äußert, in denen man die Relais klappern hört. Der Blick in das Jahr 2405 aus einem Jahr, in dem Computer noch die Größe von Hochhäusern und die Reise zum Mond ein ehrgeiziges, bald bevorstehendes Projekt waren, wirkt aus heutiger Sicht liebenswert naiv - wenn man mal einen oder zwei dieser Romane liest. Wenn man sich aber zum Ziel gesetzt hat, die alten Bände alle aufzuholen, dann wird aus einem „liebenswert“ ganz schnell ein „verstaubt“ oder gar ein „muffig“ und der antiquierte Charme geht einem auch mal auf die Nerven.

Das geschieht in „Die Halle der Unbesiegbaren“ gottlob nicht. Ewers schildert die Verhandlungen mit den Verfechtern strenger Logik, den Maakhs, sehr glaubhaft und überzeugend - aber leider auch sehr routiniert. Und so liest sich der Band zwar interessant, zumal er für die weitere Entwicklung dieses sich dem Ende zuneigenden Zyklus von Bedeutung ist. In allzu große Aufregung kann er den Leser allerdings nicht versetzen.

© Olsen

 

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