Das Stumme Gesicht
Perry Rhodan Nr. 2359
von Michael Markus Thurner
VPM
65 Seiten / 1,75 €
Kirmizz bleibt weiter in La Untique untergetaucht, ihm auf den Fersen sind sowohl die Ay'Va als auch die Friedensfahrer. Der Pilot der Chaotarchen regeneriert sich dabei immer weiter und bekommt von seiner Macht immer mehr zurück. Gelingt es ihm zunächst nicht, Hauri via Mental-Dislokation zu übernehmen, so steigern sich seine Fähigkeiten im Laufe der nächsten Tage - und schließlich kommt er auch mit den Hauri "zurecht". Über eine Kartanin, die er übernommen hat, gelingt es Kirmizz eine Funkbotschaft ins All zu senden, die an die BANDA SARI gerichtet ist. Diese Nachricht wird von den Friedensfahrern zwar aufgefangen, kann aber nicht dechiffriert werden.
Während Kirmizz sich von seinem Versteck, einem Uhm, durch die Stadt tragen lässt, wird er auf Polm Ombar aufmerksam, doch es gelingt ihm nicht den Revisor zu übernehmen. Doch bei Cosmuel Kain gelingt es ihm, zumindest einigermaßen, er kann sie zwar beeinflussen, doch viele Informationen kann er ihr nicht entlocken.
Dafür bekommt er Nachricht von der BANDA SARI, die beiden Roboter des Schiffs kündigen an, ihn abzuholen, ohne dabei genaue Zeitangaben zu machen. Kirmizz ist zu diesem Zeitpunkt schon soweit bei Kräften, dass er in die Zentrale der Ay'Va eindringt.
Da die Friedensfahrer Kirmizz festsetzen und Cosumel befreien wollen, dringt Shala in den Stützpunkt der Ay'Va ein und schaltet den Schutzschrim, der die Anlage umgibt, ab. Die Friedensfahrer setzen den Licht-Generator ein, um Kirmizz weiter zu schwächen. Er wird von Alaska Saedelaere gestellt. Es kommt zu einem Duell zwischen Alskas Cappin-Fragment und Kirmizz. Alaska lässt seine Maske fallen, während Kirmizz sein stummes Gesicht zeigt.
Beide Kontrahenten sind durch die Auseinandersetzung stark geschwächt, der Pilot der Chaotarchen droht zu unterliegen und den Friedensfahrern in die Hände zu fallen. Polm Ombar paralysiert ihn schon, doch im letzten Augenblick greift die BANDA SARI ein, die sich auch von den OREON-Kapseln der Friedensfahrer nicht aufhalten lässt, und rettet den Piloten. Mittendrin in dem Duell liegt Cosmuel Kain, doch sie überlebt überraschenderweise ohne einen Schaden erlitten zu haben, obwohl sie Alaska ohne Maske gesehen und den stummen Schrei vernommen hat.
Die Friedensfahrer entgehen der Vernichtung durch die BANDA SARI, da die Schäden an der Offensiv-Bewaffnung der Raumyacht noch nicht behoben sind.
Kirmizz weiß nun von den Friedensfahrern, geht aber davon aus, dass sie wahrscheinlich nicht für die Kosmokraten arbeiten. Da die Friedensfahrer von einer Aktion seitens der Chaosmächte ausgehen, wird das Camp Sondyselene auf Vibe-Lotoi am 8. August 1345 NGZ schon wieder geräumt. Wenig später erscheint auch ein Chaosgeschwader und legt den Berg, in dem das Camp angelegt war, in Schutt und Asche.
Die Friedensfahrer trennen sich, Kantiran und Cosmuel, der nach dieser Aktion nur noch die Initiation zur Friedensfahrerin fehlt, wollen sich eine kleine Auszeit gönnen um ihre Wunden zu lecken, Alaska Saedelaere begibt sich nach Terra um Perry Rhodan über die aktuelle Situation zu informieren. Ejdu Melia und Auludbirst wollen weiter die unsichtbare Grenze zu Hangay erforschen, Shala und Ombar fliegen zurück nach Ellegato.
Kirmizz dagegen hat die Geschichte schon fast wieder verdrängt, nur die offene Rechnung mit dem Maskenträger kann und will er so schnell nicht vergessen.
(Quelle:
http://www.perrypedia.proc.org/Das_Stumme_Gesicht )
Mit diesem Band endet der Viererblock, der sich mit Kirmizz, dem Piloten der Chaotarchen, befasst. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass dieser Block den Tastaturen der jungen Autoren entsprang, oder einfach nur daran, dass ich Kirmizz als Charakter interessant finde - ich habe die letzten vier Bände in vollen Zügen genossen.
Auch wenn diesem Roman nach meinem Empfinden die sonstige thurner’sche Lockerheit etwas fehlt, ist er durchgehend gut zu lesen. Für einen Augenblick habe ich tatsächlich sogar etwas Angst bekommen, als Alaska seine Maske abgenommen hat - auf der einen Seite um Cosmuel Kain, die mir mit ihrer nassforschen Art bei ihren bisherigen Auftritten sehr gut gefallen hat, auf der anderen Seite um Kirmizz, den ich als einen der interessantesten Charaktere auf Seiten der Chaos-Mächte ansehe und den ich ungern schon zu einem so frühen Zeitpunkt wieder hergeben wollte.
Fazit: Michael Marcus Thurner erreicht mit diesem Band zwar nicht ganz die Klasse seines letzten Romans („Camp Sondyselene“ - PR 2357). Er liefert aber dennoch solides Handwerk ab, so dass die Bände 2356 bis 2359 ein echtes Highlight im bisherigen Zyklusverlauf darstellen.
© Olsen |