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Christian Montillon
Dan Shocker’s Macabros - Band 1 Der Leichenorden von Itaron Zaubermond Verlag, März 2008
Erstes Buch: Ri-La’rh – Oevre des Wahnsinns Fünf Monate sind vergangen, seit es Björn Hellmark und seinen Freunden gelungen ist, die Dämonengöttin Rha-Ta-N’My zu vernichten. Seitdem genießen Hellmark, seine Freunde und die neu hinzugewonnenen Bewohner der unsichtbaren Insel Marlos das Leben. Zugleich erweitern sie die Blockhüttensiedlung, um all den Menschen eine neue Heimat zu bieten. Doch Unheil breitet sich aus im Paradies. Plötzlich beginnen Blumen in Windeseile zu verwelken, an einem Ort, der im ewigen Frühling erblüht, und wo es keinen Tod geben soll. Als Björn die Geisterhöhlen aufsucht, erkennt er mit Entsetzen, dass die Skelette der weißen Priester zu Staub zerfallen. Al Nafuur meldet sich bei seinem Schützling und teilt ihm mit, dass der Zauberbann der weißen Magie, der Marlos seit jeher vor dem Einfluss von Rha-Ta-N’My und der schwarzen Magie schütze, mit dem Tod der Dämonengöttin beginnt zu erlischen. Doch gleichzeitig strömt etwas unsagbar Böses nach Marlos, ausgehend von Itaron, einer Dimension, in welcher nur ein einziger Augenblick existiert. Und in diesem Augenblick leben auch noch Rha-Ta-N’My und ihr Diener Molochos. Björn muss sich unverzüglich auf den Weg nach Itaron machen, um eine Rückkehr der Dämonengöttin zu verhindern. Zweites Buch: Der Leichenorden von Itaron Rani Mahay, Danielle de Barteauliee und einige andere auserwählte Gäste geraten auf dem Schloss des Malers Michael Bonier in die Fänge des teuflischen Nebeldämons Ri-La’rh, der Itaron mit neuen Seelen für Rha-Ta-N’Mys Vermächtnis versorgen will. Dan Shocker’s MACABROS! Ein Name, der seit 30 Jahren für phantastische Unterhaltung bürgt, wie sie in Deutschland einzigartig ist. Eine komplexe Welt voller Abenteuer, Fantasie und Spannung erwartet denjenigen, der sich traut, mit Björn Hellmark den steinigen Weg des Kampfes gegen die Mächte der Finsternis anzutreten. Als vor 25 Jahren der letzte Roman erschien, ging Dan Shocker davon aus, dass er die Serie selbst irgendwann fortsetzen würde. Doch das Schicksal entschied sich dagegen und setzte diesem Vorhaben einen Riegel vor. Irgendwann glaubte niemand mehr so recht daran, dass es noch einmal neue MACABROS-Romane gegen würde. Dan Shocker selbst war zu krank, und sonst gab es wohl niemanden, der sich zum einen mit der Serie gut genug auskannte und zum anderen auch den Stil Shockers beherrschte, um dessen Erbe anzutreten. Doch im Jahr 2007 kurz vor dem Tod Dan Shockers wurden die entscheidenden Weichen für die Fortsetzung gestellt. Christian Montillon, seines Zeichens großer Fan und Verehrer der Werke Dan Shockers, und aktiver Schriftsteller bei Serien und Reihen wie PERRY RHODAN, PROFESSOR ZAMORRA, TORN, u. v. a. m. erhielt die Zusage, die Serie fortzusetzen. Gemeinsam mit Dennis Ehrhardt, dem Inhaber des Zaubermond-Verlags wurde ein Konzept erstellt, welches einen ersten großen Zyklus beinhaltete, der nahtlos an die Ereignisse von vor 25 Jahren anknüpfte. Und genau hier beginnt die Geschichte, die von Dan Shocker selbst nicht besser hätte zu Papier gebracht werden können. Die Charakterisierung der Protagonisten gelingt Montillon scheinbar im Schlaf und die Figuren wie Björn Hellmark, Carminia Brado oder Rani Mahay agieren und reden ebenso wie damals. Hinzu kommt, dass sich die Romane stilistisch gesehen sogar verbessert haben und sich sehr flüssig und rasant lesen lassen. Die Bücher sind in zwei Teile gegliedert, wobei jeder die Länge eines Heftromans hat. In diesem Fall hält der Leser quasi die Bände 126 und 127 in Händen und damit den Beginn eines neuen Zyklus, der sich laut Autor und Verlag über zehn Heftromane, also fünf Bücher, erstrecken soll. Der Beginn jedenfalls ist mehr als vielversprechend. Neu- und Altleser werden nicht mit Dutzenden von Begriffen und Namen erschlagen und doch trifft der Fan auf viele bekannte Formulierungen, wie „Das Schwert des toten Gottes“, „Al Nafuur“ oder „Die Chronik der Totenpriester“. All dies wird für den Laien ausführlich und anschaulich im Kontext erklärt und für den Fan gibt es mehr als den einen oder anderen Aha-Effekt. Zunächst müssen sich Hellmark und seine Freunde mit einigen Änderungen auf Marlos vertraut machen. Und bevor Björn sich versieht, steckt er schon mitten im nächsten Abenteuer. Dass die Handlung eigentlich Anfang der achtziger Jahre spielt, hat der Autor mit größter Wahrscheinlichkeit nicht vergessen und die Auflösung dieses Umstands hängt wohl dicht mit der Dimension Itaron zusammen, die nicht umsonst „Die Welt des Augenblicks“ genannt wird. Itaron selbst ist eine komplexe und fantastische Ebene, die Hellmark noch in den nächsten Bänden beschäftigen wird und im vorliegenden Roman bereits zeigt, wie brandgefährlich sie sein kann. In einem zweiten Handlungsstrang müssen sich Björns bester Freund Rani Mahay und dessen Gefährtin Danielle de Barteauliee mit einem Maler auseinandersetze, der das Sternenschloss des toten Gottes malt und als Tor in die fremde Welt Itaron missbraucht. Sowohl Bornier, als auch Ri-La’rh sind ernstzunehmende und originelle Gegner. Die Atmosphäre des Schlosses in Österreich wird ideal geschildert, und so erwartet den Leser in dieser Hinsicht eine fast schon klassische Gruselgeschichte. Einen kleinen und wirklich urkomischen Auftritt absolviert der kleinste Bewohner von Marlos: Der parabegabte Blobb-Blobb aus dem Mirkokosmos, der den beiden Freunden in bester Charles Bronson-Manier verspricht, die Stellung zu halten. Nur in einer Sache kommt der Autor ein wenig durcheinander, denn es sind nicht Tausende Neuankömmlinge auf der unsichtbaren Insel eingetroffen, sondern lediglich 153. Fazit: Besonderheiten: Für das Titelbild nehme man: Den gefesselten Hünen von MACABROS Band 27 „Totenbarke nach Xantilon“, stecke ihn in einen gläsernen Sarg und stelle ein paar Monster drum herum, die eigentlich dem Cover von LARRY BRENT Band 183 „Maskeradas Monsternächte“ entstammen – fertig ist das neue Lonati-Titelbild. Ein stimmungsvolles und sehr schönes Titelbild, dass ideal zur Handlung passt.
© Florian Hilleberg |