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Dan Shockers Larry Brent Band 116 Der Tod ist ewig von Chris Heller Blitz-Verlag
Nach der grandiosen Dämonensohn-Trilogie keimte wohl in vielen Dan-Shocker-Fans die Hoffnung, dass die neuen Fälle des PSA-Agenten LARRY BRENT stetig an Qualität zunehmen würden. Doch bereits nach wenigen Seiten stellt sich die Ernüchterung ein und man muss erkennen, dass das Beste am gesamten Roman noch der doppeldeutige Titel ist, denn die Jugendvollzugsanstalt bei Attendorn heißt tatsächlich Ewig. Allerdings spielen nur vergleichsweise wenige Szenen in dieser Strafanstalt und weshalb dieser Roman in der Serie LARRY BRENT erschienen ist, bleibt dem enttäuschten Fan ein Buch mit sieben Siegeln. Auch auf die Innenillustrationen von Pat Hachfeld muss man verzichten. Selbst in den Nachdruckbänden, in denen die alten Texte von Dan Shocker neu aufgelegt werden, erscheint nur noch eine Zeichnung. Im vorliegenden Roman wird ein mysteriöser Marienschrein dargestellt. Selbst wenn sich der Verlag dazu entschieden hätte, zwei Illustrationen in dem Buch unterzubringen, hätte Pat Hachfeld Schwierigkeiten gehabt, ein geeignetes Motiv zu finden, denn die Handlung ist mehr als dünn. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass der Autor einen Roman in seiner Schublade liegen hatte, für den er mal eben einen Prolog heruntertippte, in dem Larry Brent und Klaus Thorwald erscheinen. Im weiteren Handlungsablauf war es dann nicht sonderlich schwer, ein paar Passagen einzufügen, in denen sich Klaus Thorwald mit dem Quincy-Verschnitt Wagner auseinandersetzen musste, nicht ohne zu erwähnen, dass sich sein Kollege Larry Brent im Hintergrund hält. Und während der schnoddrige und allzu neugierige Wagner die Rolle des Serienhelden übernimmt, fragt sich der Leser, wann die Story mal endlich in Fahrt kommt. Dass Larry Brent so gut wie gar nicht in dem Text vorkommt, könnte man noch verschmerzen, wenn die Geschichte einigermaßen spannend wäre. Aber seitenlange Dialoge und fragwürdige Ermittlungsmethoden ziehen die knapp 160 Seiten wie Kaugummi in die Länge. Um die ganze Situation zu dramatisieren versucht der Autor dem geneigten Leser weiszumachen, dass in der biederen Sauerland-Idylle ein Dämon heranreift, der die ganze Menschheit ins Chaos stürzen kann. Und der einzige, der dem Einhalt gebieten kann ist – nicht Larry Brent, sondern der unvermeidliche Dr. Wagner. Der binnen einer Minute von Klaus Thorwald in Selbsthypnose unterrichtet wird und somit den suggestiven Fähigkeiten Tegelers vorgreift. Aufmachung: Fazit:
© Florian Hilleberg |