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Larry Brent Paperback-Rezension Band 111

Dan Shockers Larry Brent Band 111
INSEL DES VERDERBENS

von Maran O`Connor

Blitz-Verlag
Paperback
192 Seiten/9.95 €

Auch ein Agent der PSA braucht einmal Urlaub. Um diesen richtig zu genießen, zieht sich Larry Brent auf eine kleine Insel vor Neufundland zurück. Doch irgend etwas stimmt in dem idyllischen Fischerdorf nicht. Die Jahreszeiten sind außer Kraft gesetzt, Angst hält die Menschen in ihrem Bann – und alte Freunde erkennen den Agenten nicht wieder!

Larry macht auf einer kleinen Insel in Neufundland Urlaub und muss schon bald erkennen, dass aus ein paar erholsamen Tagen nichts werden wird, denn die Bewohner des Ortes sind abweisend, ja feindselig. Hinzu kommen merkwürdige Zeitphänomene, Orte in denen die Zeit schneller abläuft als anderswo. Die Verwirrung ist komplett als Larry die Bekanntschaft mit dem Mädchen Luria macht, die anscheinend ihr Gedächtnis verloren hat und gerade dem Mittelalter entkommen zu sein. Doch das Mädchen weiß mehr als es zugibt, insbesondere über die Ruine, die von den Bewohnern Felsenburg genannt wird, und unter der sich, hinter einem Schutzschirm, eine geheimnisvolle Klinik verbirgt. Larry informiert X-Ray-1 über die Vorkommnisse und David Gallun schickt Iwan Kunaritschew nach Neufundland. Mit Hilfe von Luria gelangt Larry in das Innere der Klinik. Doch auch das Personal und die Patienten verhalten sich äußerst ungewöhnlich und lächeln die ganze Zeit nur. Was verbergen die vier Ärzte der Klinik? Welche teuflischen Experimente stellen sie mit den Insassen der Klinik, den Bewohnern des Fischerdorfes und der Zeit an? Larry gerät in die Fänge des Geheimbundes, der im Hintergrund die Fäden zieht...

So schlicht und nichtssagend wie das Titelbild, so verwirrend und langatmig ist die Handlung dieser Geschichte. Zunächst habe ich mich darüber gefreut, dass der Umfang des Romans ca. 190 Seiten betrug, doch schon nach der Hälfte der Lektüre habe ich mir ein schnelles Ende gewünscht. Dass Larry dieses Mal schon recht früh in Erscheinung treten durfte (Seite 24) rettet den Roman keineswegs. Es sind zwar stellenweise sehr gute Ansätze vorhanden, so wie die Freimaurer-Loge, die Klinik unter der Felsenburg, die KARDINÄLE DER EWIGKEIT und auch die Feindseligkeit der Inselbewohner. Leider habe die Autorinnen es nicht verstanden daraus eine spannende, unterhaltsame Geschichte zu kreieren. Den Charme und den Stil der alten Larry Brent-Romane sucht man vergebens, da hilft auch nicht die Anspielung auf Larrys Einstellung und gleichzeitig den zweiten Band der Serie („Die Angst erwacht im Todesschloss), wo Larry die Abschlussprüfung ablegte und Iwan kennen lernte. Der Roman weist zudem viele Parallelen zu dem Roman „Luzifers Gitarre“ auf, wo ebenfalls ein Geheimbund ein Tor zu einer Dämonenwelt öffnen wollte. Beide Versuche gingen gründlich daneben, schade. Wenn der Roman kein Larry-Brent-Abenteuer gewesen wäre, hätte ich ihn vermutlich vorzeitig aus den Händen gelegt. Wie schon bei dem neuen LB-Roman 109 wurden auch hier scheinbar die Innen-Illustrationen vertauscht, beide Bilder passen exakt zur Handlung, nur am jeweils anderen Platz des Buches.
Fazit: Auch über diesen neuen Fall der PSA-Agenten sollte der Mantel des Schweigens gebreitet werden. Was bleibt ist die Hoffnung auf neue spannende Romane mit Larry und Iwan im Geiste Dan Shockers.

Wie oben schon erwähnt: Das Titelbild ist schlicht und nichtssagend. Vermutlich soll der blonde Recke Larry darstellen, aber der einfallslose Hintergrund machen das Bild nicht gerade zu einem Blickfang.

© Ripper

 

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