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| Dan Shocker – Larry Brent Band 39 Mordaugen Das Verschwinden eines hoch dekorierten Wissenschaftlers ruft die PSA auf den Plan. Donald Richardson ist spurlos verschwunden, auch dessen Kollege Mike Coogan taucht nicht wieder auf. David Gallun setzt seinen besten Mann auf die Vermisstenfälle an: Larry Brent alias X-RAY-3. Brent überwacht die Ehefrau des Verschwundenen und erfährt, dass sie eine Affäre mit Coogans bestem Freund Dr. Flatcher hat, der vor drei Tagen einen mysteriösen Anruf von Mike Coogan erhielt, in dem er erklärte, dass er noch in derselben Nacht vorbeikommen müsse. Doch Coogan tauchte nie auf. Larry verfolgt Flatcher zu dessen Haus. Dort trifft der Forscher auf den verschwundenen Freund, der seltsam verändert erscheint. Er faselt wirres Zeug, von einer Crowden-Familie und einer Sonne der Dämonen, deren Licht Menschen verändert. Wenig später erscheint ein augenloser Mann, dessen leere Höhlen den Tod bringen. Flatcher fällt diesem Dämonischen zum Opfer, bevor Larry Brent helfen kann. Während der veränderte Coogan die Flucht ergreift, muss sich Brent dem augenlosen Dämon erwehren. Mit der Smith & Wesson-Laser schafft es der Agent, den Killer scheinbar zu töten. Doch im Leichenschauhaus erwacht der »Tote« zu neuem Leben und verbreitet Angst und Schrecken. Zur selben Zeit geraten die Agenten Iwan Kunaritschew und Morna Ulbrandson vor der Stadt New York an ein Haus, in dem die letzten Nachkommen der Crowden-Familie wohnen. Der Letztgeborene bereitet ein grauenhaftes Ritual vor, welches ihn zu einem reinrassigen Dämon machen wird, der Grauen und Tod verbreitet ... Zombiewahn Im dem kleinen französischen Ort Montmirail geht das Grauen um. Fünf junge Menschen werden auf fürchterliche Weise zerfleischt, ihre Leichen verschwinden wenig später spurlos. Die Computer der PSA vermuten das höchst unerfreuliche Auftreten sogenannter Zombies. X-RAY-3, alias Larry Brent, und X-RAY-7, alias Iwan Kunaritschew, sollen Licht in das Dunkel bringen. Bereits als sie das beste, weil einzige Hotel vor Ort betreten, werden sie mit unheimlichen Vorfällen konfrontiert. Ein blutender, zerbissener Gast taumelt die Treppe hinab und fällt den Spezialagenten in die Arme. Sie finden heraus, dass James Lovell leidenschaftlicher Fotograf war, doch wieso lichtete er nur die Menschen des kleinen Ortes ab, wenn sie sich unbeobachtet fühlten? Während Iwan im Gasthaus weitere Nachforschungen anstellt, begibt sich Larry Brent zum alten Friedhof außerhalb von Montmirail, wo die fünf ermordeten Jugendlichen gefunden wurden. X-RAY-3 läuft direkt in eine teuflische Falle: Die Toten erheben sich aus ihren Gräbern und Larry Brent muss um sein Leben kämpfen, wenn er nicht selbst zum Untoten werden will ... Der zweite Roman dieses Buches ist nicht minder packend. Inspiriert von »Die Nacht der lebenden Toten« schuf Shocker einen Horror-Thriller, der sich hinter den wegweisenden Filmen des Genres nicht zu verstecken braucht. Auch Parallelen zum ersten John-Sinclair-Roman »Die Nacht des Hexers« sind unverkennbar, marschieren doch auch in dieser Geschichte Zombies von einem alten Friedhof zu einem ungeschützten Dorf. Dennoch besaß Dan Shocker genügend Eigenständigkeit und Einfallsreichtum, um kein Plagiat abzuliefern, sondern einen innovativen und gut durchdachten Zombie-S(c)hocker. Die Story beginnt zunächst sehr ruhig, fast zurückhaltend, nur um dann umso brutaler loszulegen. Einen Höhepunkt erreicht die Handlung, als sich Larry Brent auf dem Friedhof gegen eine Armee von Zombies zur Wehr setzen muss und dabei an den Rand des Todes gerät. Doch Shocker hat mehr in diese Geschichte gesteckt, als einige verfaulte Mordroboter und verlangt seinen PSA-Agenten alles ab, gegen einen Feind, den man nur schwer entlarven kann, weil er sich perfekt getarnt hat. Zudem kommt dem Roman zugute, dass sich der Autor keine Seiten raubenden Nebenhandlungen ausdachte, die meistens nur Verwirrung stiften. Stringent verfolgt Dan Shocker die Handlung hin zu einem dramatischen Finale, welches gleichzeitig der einzige Knackpunkt der ganzen Story darstellt. Denn wieder einmal, wie so oft bei den Romanen dieses Autors, kommt das Ende zu schnell und ist erheblich zu kurz. Gerade die Belagerung des Gasthauses und der Überfall der Untoten auf das Dorf hätten ruhig noch ausführlicher behandelt werden dürfen. Dessen ungeachtet bietet dieser Roman beste Gruselunterhaltung und hält sich dabei mit Shocker-typischen Stilblüten erstaunlich zurück. Beide Geschichten sind Musterbeispiele für die schöpferische Kraft und den Ideenreichtum des Autors, der diese beiden Romane eigens für die Larry-Brent-Heftromanserie schrieb. Der Buchtitel ZOMBIES passt darüber hinaus perfekt zu beiden Geschichten, denn die augenlosen Crowden-Kreaturen haben ja ebenfalls etwas Zombiehaftes an sich und können mit herkömmlichen Methoden nicht getötet werden. Daher ist dieses Buch nicht nur für Larry-Brent-Fans geeignet sondern auch eine lohnende Investition für alle Freunde des Zombie-Horrors. Bemerkenswert an dem Buch ist außerdem, dass es wieder einen größeren Umfang besitzt und gut dreißig Seiten mehr hat, als die anderen Neuerscheinungen, die höchstens 160 Seiten haben. Leider wurde bei dem vorliegenden Roman auf ein Lektorat weitestgehend verzichtet, sodass sich der geneigte Leser mit einigen Stilblüten konfrontiert sieht. Aufmachung: Fazit:
© Florian Hilleberg |