Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Larry Brent - Romanrezension Band 63


Larry Brent Romanrezension Band 63

Larry Brent (LB 063)
Im Labyrinth des Ghuls
Von Dan Shocker

Zauberkreis-Verlag
ca. 66 Seiten/ 1,60 DM

Kurzbeschreibung:
Der Schriftsteller Janosz Bracziskowsky ist davon überzeugt, dass es Wesen gibt, an die der moderne Mensch nicht mehr zu glauben vermag. Er ist einem leibhaftigen Ghul, einem Leichenfresser auf der Spur. Aufgrund seiner Nachforschungen und Veröffentlichungen über die verschiedensten Schattenwesen interessiert sich auch X-RAY-1 für den Schriftsteller. Larry Brent und Iwan Kunaritschew werden nach London gesandt, um Janosz aufzusuchen bzw. ihn für die PSA zu gewinnen. Leider ist dieser Hals über Kopf zu einer spontanen Reise aufgebrochen. Iwan trifft nur noch Sandy Whorne an, die hübsche Sekretärin des Autors Larry hingegen wird zu Inspektor Higgins abberufen, da dieser einige seltsame Vorgänge auf dem lokalen Friedhof genauer unter die Lupe nehmen will. Er ist bei einer Graböffnung nebst dem eigentlichen Bewohner des Sarges auf den frischen, teilweise angenagten Leichnam von Paul Morey gestoßen. In dem Grab findet Larry eine Art Tunnel, welcher in ein Labyrinth unter dem Friedhof mündet. Die PSA-Agenten sind sich sicher, auf das Werk eines Ghuls gestoßen zu sein. Bracziskowsky versucht derweil, auf der Osterinsel die Vergangenheit des Ghuls aufzuklären. Hierbei stößt er auf die Geschichte von Johann Karnhoff und seinem Sohn Franz. Beide sind auf dieser Insel in einer Höhle, die von dem seltsamen Einsiedler Taikona bewacht wird, mit der Magie der Göttin Rha-Ta-N’my konfrontiert worden. Ihre Neugier blieb aber nicht ohne Folgen: Johann wurde schwachsinnig und vegetiert auf der Insel dahin, während sein
Sohn dem abstoßenden Leben eines Ghuls frönen muss. Larry und Iwan versuchen eben diesen Franz Karnhoff ausfindig zu machen. Bei Sandy Whorne werden sie fündig, denn der Ghul versucht sie zu töten, da er glaubt, das junge Mädchen wüsste etwas über die Nachforschungen ihres Arbeitgebers. Leider entwischt der Leichenfresser den Agenten, schlägt sogar Larry nieder und verschleppt ihn in die Anstalt von Dr.Anthony Flowfield, welcher seit längerem die Verhaltensweisen des Ghuls studiert. Um seine Nachforschungen nicht zu gefährden, muss der Nervenarzt Larry in seiner Anstalt auf Nimmerwiedersehen verschwinden lassen. Währendessen kommt Bracziskowsky dem Geheimnis des Ghuls einen entscheidenden Schritt näher – doch er zahlt einen hohen Preis für sein Wissen....

Kommentar:
Der titelgebende Ghul ist bei Dan Shocker kein schleimiges, bösartiges Wesen aus dem Dämonenreich, sondern fast schon eine dramatische Figur, welche zu einem ausweglosen Schicksal verdammt ist. Ein interessanter Rahmen für eine sehr spezielle Geschichte um einen dieser Leichenfresser. Die Jagd nach dem Ghul hat ihren ganz eigenen Charakter. Hinzu kommt noch die etwas fantastisch anmutende Szenerie auf der Osterinsel. Die unheimliche Atmosphäre der Eröffnungsszene, als Paul Morey dem Ghul in einem schaurigen Keller begegnet, oder aber auch als Larry und Iwan ihre Nachforschungen auf dem Friedhof beginnen, geht auf der Insel etwas verloren. Hier wird viel mit magischem Hokuspokus um sich geworfen, verschiebbare Felswände und ein Höllenfeuer präsentieren sich dem Leser - auch wenn sich die Handlung um die Höhle Rha-Ta-N’mys nahtlos in das Gesamtbild einfügt, die Szenerie erinnerte etwas an die Indiana Jones-Filme und passt besser in die MACABROS-Serie. Insgesamt schafft Dan Shocker hier eine ausgefeilte, unterhaltsame Geschichte, die mit dem dramatischen Finale zu einem krönenden Abschluss kommt...

Kommentare zum Cover:
Der Ghul bei seiner Lieblingsbeschäftigung in dem unterirdischen Labyrinth. Der darüber liegende Friedhof ist mit einer atmosphärisch schönen Farbgebung versehen. Nur die beiden Figuren, speziell Franz Karnhoff sehen etwas belustigend und comichaft aus. Die Idee mit dem Querschnitt durch den Totenacker ist gewagt, aber auch mal etwas Neues. Nicht unbedingt ein Reißer, dennoch akzeptiert...

© Björn Kühlen

 

© by 2006
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox