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Larry Brent Romanrezension Band 25

Larry Brent (LB 025)
Die Treppe ins Jenseits
Von Dan Shocker

Zauberkreis-Verlag
ca. 66 Seiten/ 1,60 DM

Kurzbeschreibung:
Das Testament des Millionärs Edward Baynes, welcher angeblich auf dem Weg zu seiner Geliebten einen tödlichen Autounfall erlitten haben soll, zieht einige unheimliche Ereignisse nach sich. Allein der Ort der Testamentsverlesung ist gespenstisch gewählt. Baynes hat seinen Anwalt Thomas Mylan gebeten, alle Erbberechtigten in sein Landhaus in den Kreidefelsen; ganz in der Nähe von Dover; einzuladen.
Um dieses Haus ranken sich einige schaurige Legenden, speziell um die steile Treppe am Meer mit ihren 172 Stufen. Auf der 14ten Stufe soll das Unheil lauern, und eben gerade auf jener Stufe hat Baynes’ Tochter Eve vor einigen Jahren einen schrecklichen Unfall erleiden müssen. Seitdem sitzt das Mädchen im Rollstuhl und quält sich mit immer wiederkehrenden Alpträumen.
Tatsächlich scheinen sich die Spukgeschichten zu bewahrheiten. Eve glaubt in der Nacht dem Geist ihres Vaters begegnet zu sein, Onkel Orwin stürzt aus unerfindlichen Gründen die verwunschene Treppe hinab, und auch sonst geht es in dem seltsamen Felsenhaus nicht mit rechten Dingen zu. Irgendjemand hat ein ernsthaftes Interesse daran, die Erbberechtigten zu dezimieren.
Larry Brent, der sich als Chauffeur von Eve Baynes ausgibt, will nun klären, ob denn hier in der Tat übernatürliche Kräfte am Werk sind oder ob ein eiskalter Verbrecher sein übles Spiel mit den Erben treibt. Der PSA-Agent nimmt die Gäste und den taubstummen Gärtner Allen Carter in dem Anwesen an der
Steilküste ebenso unter die Lupe wie die eigenartige Vergangenheit des Verstorbenen. Doch plötzlich sieht sich Larry Brent auf der Todestreppe einem leibhaftigen Geist gegenüber …

Kommentar:
Gleich zu Anfang möchte ich die packende Atmosphäre erwähnen, die dieser fabelhafte Psycho-Thriller innehat. Der Handlungsort ist mal wieder ein absolutes Highlight: ein gespenstisches Landhaus auf einigen kargen Kreidefelsen stets begleitet vom Rauschen der Brandung, darin verpackt eine leise Spukgeschichte, die sich Stück für Stück in die bestehende Handlung einschleicht.
Dann blättert sich ein Erbschafts-Krimi à la Agatha Christie mit vielen undurchsichtigen Protagonisten vor dem Leser auf, welcher wiederum durch einige paranormale Phänomene in die Irre geführt wird. Shocker greift noch zu einigen weiteren Elementen, um dem Leser eine zusätzliche Gänsehaut über den Rücken zu jagen, wie z.B. die lebensechten Puppen der Baynes-Töchter, die sich der verstorbene Millionär von seinem Gärtner hat anfertigen lassen.
Insgesamt verbreitet dieser ausgereifte Thriller einen ruhigen, aber auch zugleich beklemmenden Flair – die ideale Geschichte, um sich einen entsprechenden Herbstabend in den eigenen vier Wänden zu versüßen …

Besonderheiten:
Larry Brent offenbart ausnahmsweise seine Identität als PSA-Agent vor Eve Baynes, obwohl diese Organisation doch eigentlich geheim bleiben sollte.

Kommentare zum Cover:
Die Szenerie, wie sie sich ähnlich in Eve Baynes’ Alpträumen abspielt.
Der riesige Tortenschädel kommt darin zwar nicht vor, doch verleiht er als Symbolik noch den richtigen Touch. Doch, das ist ein schönes Bild mit der passenden Atmosphäre …

© Björn Kühlen

 

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