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Irrlicht Romanrezension Band 727

Die Furcht kam mit der schwarzen Kutsche
Irrlicht Band 727

von A.F. Morland
65 Seiten/1,45 €
Kelter-Verlag

Der 727. Band der Kelter-Reihe „Irrlicht“ ist diese Woche wieder ein Roman von A.F. Morland.
Routiniert geschrieben verbindet der Roman, wie in Werbeseiten für die beiden Kelter Romantic Thriller „Gaslicht“ und „Irrlicht“ versprochen, den klassischen Liebesroman mit einer Grusel-Krimi-Handlung.

Die schöne Kathleen Beeny kehrt nach einer gescheiterten Beziehung von London zurück in ihre Heimatstadt (oder vielmehr ihr Heimatdorf) Folkwich zurück und wohnt dort in dem Hause ihrer beiden Schwestern Ruth und Eiren. Die beiden heißen sie nicht wirklich herzlich willkommen und sie belauscht ein Gespräch ihrer beiden Schwestern, in dem es heißt, sie wollen Kathleen wegen einem gewissen Jewison vergraulen. Am nächsten Tag trifft Kathleen zufällig auf dem städtischen Friedhof Angus Jewison, den Sohn des dort begrabenen Herman Jewison, dessen zuerst eher freundliche Art umschlägt, als er erfährt, wie Kathleens voller Name lautet.
In dem Dorf lebte ein (inzwischen verstorbener) Geisteskranker namens Horace Pagett, der eine schwarze Kutsche fuhr und diverse Frauen umgebracht hat. Es heißt jedoch, sein Geist würde in jemand anderem weiterleben.
Kathleen geht den Geheimnissen auf den Grund, findet plötzlich zwei Männer, die sich in sie verliebt haben und gerät in Lebensgefahr…

Da es noch nicht allzu lange her ist, dass ich meinen letzen Morland-Irrlicht-Roman gelesen habe, fällt mir hierbei der typische Aufbau seiner Romane auf: wie in meinem letzten Roman (Irrlicht 708: „Wenn es aus den Gräbern flüstert“) fährt eine junge hübsche Frau wegen eines Verflossenen in eine andere Stadt, trifft auf der Reise dorthin (meistens im Zug) eine nette Frau, unterhält sich mit ihr und trifft urplötzlich zwei verschiedene Männer, die sich in sie verliebt haben. Das ganze gewürzt mit der typischen Grusel-Krimi-Spannung, die speziell bei Morland gekonnt in die Romane mit eingebracht werden, ergibt dann einen weiteren Romantic Thriller aus der Feder des Tony Ballard Autors.
So hatte mich die Auflösung des letzten Irrlicht-Romans von ihm nicht so überrascht, wie ich’s von ihm gewohnt war, war das wieder ein richtig guter Roman mit einer spannenden Auflösung, die ich so nicht unbedingt erwartet hätte.
Nebenbei gesagt finde ich interessant, dass es in diesem (und vielen weiteren von Tenkrat/Morland) Roman nicht so prüde zugeht wie in so einigen anderen Romantic Thrillern, die ich so gelesen habe – etwa der Kommentar auf Seite 57 „Was du einem Mädchen wie mir beibringen kannst, sollte besser nicht im Schulplan stehen“ oder eindeutige Be- bzw. Umschreibungen.
Alles in allem überwiegt, sehr zu meiner Freude, in diesem Roman der Krimi – und ich freue mich auf den nächsten Nachdruck eines Morland-Mystery-Thrillers in „Irrlicht“ oder „Gaslicht“.

© Koopa

 

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