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Geisterfänger Rezensionen - Band 21

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von
Andro | Florian Hilleberg

Schöpfer des Bösen
Geisterfänger Band 21

von Mike Burger

Kelter-Verlag
65 Seiten/ 1,50 €

Im Colocoan Forrest, nahe dem beliebten Ferienziel für die High Society, Pitlochry, liegt ein geheimnisvoller Sumpf, in dem sieben Geisterhexen seit einiger Zeit ihr Unwesen treiben sollen. Immer wieder verschwinden junge Menschen in dem in den Highlands gelegenen Wald, und man befürchtet, sie haben sich im Moor verlaufen und sind in die Tiefe des Sumpfes gezogen worden.
Das alles interessiert Geisterfänger Mike Logan und dessen Freund Inspektor Murray zunächst noch nicht. Sie müssen erst einer Rockerbande, die sich nachts auf Friedhöfen vergnügt und dabei auch vor Mord nicht zurückschreckt, das Handwerk legen. Nachdem dies geschehen ist, bekommt Mike einen Anruf von seiner telepathisch begabten Freundin Ingar, die sich just als Fotoreporterin in Pitlochry für eine Reportage aufhielt und nun von den Geisterhexen entführt wurde. Mike und Murray fliegen sofort mit dem Hubschrauber an das Loch Tummel, müssen sich mit Hilfe des freundlichen Geisterwesen Schwarzschwert, welches ihnen schon bei vorangegangenen Abenteuern half, gegen mysteriösen Nebel zur Wehr setzen und kommen vor Ort hinter das Geheimnis: Die Geisterhexen wurden vom verrückten Professor Yrmaahl erweckt. Sie sollen dem Wissenschafter junge Frauen bringen, deren Lebensenergie er für seine Experimente braucht. Er will mit Lebensenergie ein unheimliches dämonisches Wesen schaffen! Auch die Hexen fordern für ihre Dienste von ihrem Meister ab und zu ein Opfer – die meist männlichen und jungen Begleiter der Damen. Das Haus von Professor Yrmaahl liegt abseits, mitten im unheimlichen Moor. Mike Logan kann ein paar der Geisterhexen, die ihn angreifen, vernichten, gerät dann aber doch unter deren Bann. Noch während er wie von Sinnen in den Sumpf latscht und beinahe elendig zugrunde geht, erscheint erneut Balthasar Schwarzschwert und teleportiert mit dem wieder erwachten Geisterfänger in das Labor des irren Wissenschaftlers. Das Schwert des guten Geistes setzt den Professor außer Gefecht, Mike kann Ingar retten, und alles Böse vergeht im Feuer, dass das Haus des Irren anschließend vernichtet.

So kurzlebig der „Geisterfänger“ als Reihe auch letztendlich sein wird, so hat er es mit Band 21 nun doch zumindest geschafft, die komplette „Mike Logan“-Miniserie zu bringen. Dieser dritte Roman mit dem Geisterfänger-Detektiv von Mike Burger, ist der letzte veröffentlichte seine Art. Wahrscheinlich ist das auch gut so, denn wieder einmal bietet der Roman nichts an neuen Ideen und unterscheidet sich in Aufbau, Stil und mangelnder Spannung in nichts von seinen beiden Vorgängern. Der dritte Logan-Roman ist in meinen Augen sogar der schwächste seiner Art. Das liegt nicht unbedingt am Plot, der ist zwar an sich stimmig und atmosphärisch einigermaßen gut umgesetzt. Allerdings lässt das Timing in dem Roman wirklich zu wünschen übrig. Ein ums andere Mal wird vor allem in der zweiten Hälfte des Heftes die Geschichte breitgewalzt, und das Finale mit der seitenlangen Episode über den Hotelier, oder mit der inhaltlich wiederholenden Szene eines der anderen weiblichen Opfer, immer wieder nach hinten verschoben, um das Heft zu füllen. Hier tritt die Geschichte unnötig auf der Stelle und man merkt, dass die Handlung eigentlich nicht so viel hergibt, wie sie verspricht.
Alles in allem sind die drei „Mike Logan“-Romane eher mittelmäßige Gruselkost. Der Autor lässt seine Geschichten wenig abwechslungsreich tausendmal gelesene Motive wiederkäuen und zu einem zähen Horror-Brei vermischen, der dem Gelegenheitsleser vielleicht schmecken mag, den Schocker-Fan allerdings zum Halse heraushängt. Ruhe sanft, Mike Logan, und ruhe für immer.

© Sascha „Andro“ Vennemann

Schöpfer des Bösen
Geisterfänger Band 21

von Mike Burger

Kelter-Verlag
65 Seiten/ 1,50 €

Ingar Thorssen wird in Schottland von Geister-Hexen gefangen und zu dem wahnsinnigen Professor Yrmaahl gebracht, der mit sieben Frauen eine Armee von Geistern erschaffen will, mit der er die Weltherrschaft an sich reißen kann. Im letzten Augenblick kann sie Mike Logan telefonisch um Hilfe bitten, bevor sie den Geister-Hexen in die Hände fällt. Der Detektiv macht sich sofort mit dem Scotland-Yard-Beamten Ben Murray per Hubschrauber auf den Weg nach Schottland. Gemeinsam mit dem durchgeknallten Geist Balthasar Rufus Schwarzschwert setzen die Freunde alles daran, das Mädchen aus den Fängen des dämonischen Verbrechers zu befreien ...

Mit dem 21. Geisterfänger präsentiert der Kelter-Verlag den letzten Beitrag von Mike Burger, alias Martin Eisele, für die Reihe Geister-Krimi. Für den Geisterfänger steht Eiseles erster Band „April Candy und der Mördermacher“ damit immer noch aus, doch zumindest Mike Logan spielt in dem besagten Roman auch keine Rolle. Dafür in dem vorliegenden um so mehr. Charakterlich betrachtet hat sich der tapfere Recke um keinen Deut verändert, ebenso wenig wie seine Gefährten. Dafür darf der Detektiv jetzt eine mit Silberkugeln geladenen PPK tragen und reiht sich damit in die endlose Riege der Geister- und Dämonenjäger ein, ohne sich besonders hervorzuheben. Einen kleinen Bonuspunkt erhält der Roman durch die Verbindung zum ersten Band mit Mike Logan (s. GF 10), denn die Mordgeister der Dämonin Parashtaar wollen sich in dem vorliegenden Heft an Mike und Ben für die erlittene Schmach rächen, allerdings nimmt diese Aktion nur eine geringe Seitenzahl in Anspruch und hat mit dem eigentlichen Antagonisten des Romans wenig zu tun. Wieder einmal muss Rufus die Helden retten und Eiseles Verlegenheitslösung für prekäre Situationen bekommt noch mehr Gelegenheiten in Aktion zu treten. Die Handlung an sich plätschert ohne große Höhen und Tiefen vor sich hin. Sprachlich ist an diesem Werk kaum etwas auszusetzen: Routinierte Heftromanarbeit ohne literarischen Anspruch. Klare, deutliche Formulierungen und einfache Sätze erleichtern das schnelle Lesen. Das Ende ist leider wenig originell, denn wieder einmal wird Balthasar Rufus Schwarzschwert und das Silberschwert bemüht, welches immer dann in Mikes Hand zu erscheinen pflegt, wenn es zur Entscheidung kommt. Sehr einfallsreich!

Besonderheiten:
Dieser Roman erschien erstmals als Geister-Krimi Band 370.

Titelbild:
Das kreischend bunte Cover, passt nicht wirklich zum Inhalt und ist darüber hinaus weder besonders gruselig noch ansehnlich.

© Florian Hilleberg

 

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