
Geisterfänger Rezensionen - Band 20

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Andro | Koopa | Florian Hilleberg

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Der trojanische Götze
Geisterfänger Band 20
von A. F. Morland
Kelter-Verlag
65 Seiten/ 1,50 €
Auf einer Trauminsel vor Key West lebt der Schauspieler Sam Willard zurückgezogen in einer großen Villa. Zu seinem 50. Geburtstag hat er ein paar seiner Kollegen und Freunde eingeladen, ihn auf seinem Eiland zu besuchen. Am Abend des Tages vor der Feier treffen Ray Elliott und seine Freundin Joan Vance ein. Joan hat nach dem Tod ihrer Mutter jüngst einen Nervenzusammenbruch erlitten und sich zwei Monate in einer Nervenklinik kuriert. Kaum auf der Insel meint sie, eine unheimliche haarige Gestalt im Unterholz zu erkennen. Ray verfolgt die Gestalt, wird aber bewusstlos, als er sich an einem Ast den Kopf stößt. Sam Willard holt das Pärchen vom Anleger ab, und man begibt sich zur Villa. Nachts wird Joan von einer unheimlichen Stimme in den Keller gelockt – wo sie ihre Mutter in einem Sarg entdeckt: Sie ist zur Vampirin geworden und holt auch ihre Tochter zu sich ins Schattenreich. Während die beiden Männer sie tags drauf suchen, treffen die anderen Gäste ein. Sam zeigt ihnen die Insel, unter anderem einen „Platz des Bösen“, wo er ein Götzenbild, dass ihn vor bösen Mächten schützen soll, aufgestellt hat. Die unheimlichen Mächte seien von jeher Teil der Insel, ein anonymer Verehrer hätte die Statue als Geschenk geschickt. Der als Urlaub geplante und entspannte Tag endet in einem Albtraum. Joan taucht des nachts als Vampirin wieder auf, begleitet von einem Werwolf, ein Ghoul dringt ins Haus ein und tötet den Hausdiener, der bald darauf als Zombie ebenfalls die Gäste angreift. Die bösen Mächte wollen ihre Insel zurückerobern und manifestieren sich durch den trojanischen Götzen. Die Gäste können sich mit dem Sammelsurium an Dämonenwaffen, die der parapsychologisch interessierte Sam Willard in seiner Villa hortet, gegen die übernatürlichen Wesen verteidigen, brennen dabei aber die Villa nieder und können schließlich auch die Götzenstatue zerstören.
Bereits der zwanzigste Band des „Geisterfängers“ ist nun erschienen und für diesen kleinen Jubiläumsband hat man zum ersten Mal keinen Roman der alten GEISTER-KRIMI Reihe nachgedruckt, sondern sich eines späten Romans aus der VAMPIR HORROR ROMAN Reihe entschieden. Altmeister A.F. Morland (dessen Roman damals unter dem Pseudonym Brian Ford erschien) hat einen kurzweiligen Roman verfasst, der allzu bekannte Motive zu einer lesbaren Geschichte zusammenmischt. Klassische Gruselelemente, wie die isoliert liegende Insel, die unheimliche Villa, exzentrische Charaktere aus dem Klischeealbum, sowie eine Kollektion bekannter unheimlicher Wesen werden hier in absoluter Standard-Manier zusammengefügt und bieten weder sonderlich Spannendes noch Neues. Nichts desto trotz ist „Der trojanische Götze“ unterhaltsam. Gerade weil der Roman völlig ohne Ecken und Kanten daherkommt und auch gar nichts anderes bieten will als Altbekanntes.
Formal sollte man erwähnen, dass es im Heft selbst erstmals keine Kapiteltrennzeichen gibt, und auch die ersten zwei Drittel des Romans nur durch eine Leerzeile zwischendurch getrennt sind. Im Gegensatz zu anderen „Geisterfänger“-Roman ist Band 20 eher kurz geraten, d.h. die Schriftgröße ist um einiges größer als in vorangegangenen Heften. Gut so, so kommen im Roman keine unnötigen Längen vor, welche die ohnehin nicht sehr reichhaltige Story unnötig auswalzen würden. Morlands Schreibstil ist erfrischend einfach und unkompliziert, auch sprachlich nicht allzu unmodern, wie es schon in anderen Heften der Reihe vorgekommen war. Gesamtfazit: Kein großer Wurf, aber solide Standardkost für Zwischendurch.
© Sascha „Andro“ Vennemann |
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Der trojanische Götze
Geisterfänger Band 20
von A. F. Morland
65 Seiten/1,50 €
Kelter-Verlag
Der Filmschauspieler Sam Willard lädt seine Freunde Ray Elliot, Joan Vance, Adam Pace, Dan Dozzie, Robert Tanna und Lynne McGowan anlässlich seines Geburtstags auf seine eigene private Insel ein. Doch der Götze, der eigentlich das Böse von der Insel fernhalten soll, entwickelt sich zum Unheilboten – und bald sind die Leben all der Leute, die sich auf der Insel befinden, in Gefahr...
Da durchsucht man nichts ahnend den Romanheftständer beim Zeitschriftenhändler und stößt unversehens auf ein solches Schätzchen – Band 20 der Geisterfänger-Reihe, „Der trojanische Götze“, und zwar von A. F. Morland, einem meiner Lieblings-Autoren (ein Nachdruck aus der Vampir-Horror-Roman-Reihe des Pabel-Verlags).
Bisher habe ich sporadisch die ersten paar Ausgaben der Gruselromanreihe gekauft, sie jedoch noch nicht gelesen – das lag daran, dass mich weder die Autoren noch die Themen der bisherigen Romane angesprochen haben – und auch die Rezensionen zu den Geisterfänger-Romanen, die ich von Zeit zu Zeit verfolgt hatte, haben mich nicht gerade dazu verleitet, einen Geisterfänger-Roman zu lesen.
Kurz und gut, ich konnte nicht widerstehen und habe mir den Roman sogleich gekauft.
Gleich zu Beginn des Romans greift Morland in die Klischeekiste und übertreibt dabei auf nette Art und Weise. Etwa mit Ray Elliot und Joan Vance, zwei erfolgreichen Filmschauspielern, die sich gesucht und gefunden haben (natürlich beim Dreh eines Films) und mit ihrer äußerlichen Beschreibung glatt einer Model-Zeitschrift entsprungen sein könnten: Er muskulös, mutig, gut aussehend, sie rothaarig, meergrüne Augen, üppige Brüste – eine formvollendete Figur. Oder Sam Willard, der sich vor Erfolg gar nicht retten kann bzw. sich die zweite Hälfte des Jahres auf seine eigene Insel flüchtet, um dort dem süßen Nichtstun zu frönen und den zu der Zeit nur ganz besondere Angebote von seiner einsamen Insel locken können. Nichtsdestotrotz war dieser Roman schön zu lesen. Ich habe zwar, wie gesagt, keinen anderen Gruselroman der Geisterfänger-Reihe gelesen und auch sonst lese ich eher Kriminalromane, und obwohl mir Morlands in der Geister-Schocker-Sonderband-Reihe veröffentlichte Gruselromane etwas besser gefielen, hatte der Roman seine eigene Grusel-Stimmung. Auf nette, übertriebene Art und Weise wird die in der High Society übliche Falschheit auf die Schippe genommen. Natürlich vereint der Roman diverse Gruselromanheft-Klischees, trotzdem hat auch dieser Roman Morlands typischen und zu schnellem Lesen verleitenden, glatten Stil. Hat mir gut gefallen.
Schöne Grusel-Atmosphäre, sollte Morland weiter bei „Geisterfänger“ vertreten sein, werde ich mal wieder reinlesen – wobei die Chance wohl eher schlecht steht, da „Geisterfänger“ schon im Januar des nächsten Jahres mit Band 24 eingestellt wird.
© Koopa
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Der trojanische Götze
Geisterfänger Band 20
von A. F. Morland
65 Seiten/1,50 €
Kelter-Verlag
Der alternde, aber nicht minder erfolgreiche, Schauspieler Sam Willard lädt mehrere Leute aus der Filmbranche auf seine Insel ein, um seinen Geburtstag zu feiern.
Bald verschwindet die erste Frau spurlos aus dem Anwesen Willards. Hat die schwarze Statue etwas mit den Ereignissen zu tun, die Willard geschenkt bekommen hat und die angeblich vor bösen Geistern schützen soll?
Kurz darauf kehrt die Verschwundene zurück – als Vampir. Doch die auf der Insel gefangenen Menschen müssen sich nicht nur gegen die Blutsaugerin zur Wehr setzen. Ein Ghoul, ein Werwolf und ein Zombie treiben ihr Unwesen, angetrieben von dem trojanischen Götzen ...
25 Jahre alt ist dieser Roman bereits, den A.F.Morland, alias Friedrich Tenkrat, unter dem Pseudonym Brian Ford in der legendären Reihe „Vampir-Horror-Roman“ zum ersten Mal veröffentlichte.
Daher verwundert es den Leser nicht, wenn die geladenen Partygäste auf jener Paradiesinsel nicht gleich zum Handy greifen, um Hilfe anzufordern.
Die Protagonisten des bekannten Autors bleiben sehr oberflächlich, entpuppen sich als Stereotypen mit klischeebehängtem Äußeren und vorhersehbaren Reaktionen. Dass die reagierenden Personen allesamt aus der Filmbranche stammen, ist ebenso wenig originell wie die Aufbietung der typischen Unholde der Heftromanliteratur. Vampir, Werwolf, Ghoul und Zombie stellen seit jeher das immer wider bemühte Quartett der schnellen gruseligen Unterhaltung dar. Doch eine atmosphärische Gruselatmosphäre mag einfach nicht aufkommen, denn der Autor schafft es nicht eine Szene aus sich heraus wirken zu lassen. Die Angriffe der Monster enden sogleich in wüste Kloppereien und die Protagonisten haben das unwahrscheinliche Glück, dass ihr Gastgeber über eine umfangreiche Sammlung magischer Waffen verfügt. Angefangen beim silbernen Pentagramm, über eine mit Silberschrot geladene Flinte bis hin zum magischen Flammenwerfer ist alles vorhanden um dem dämonischen Kroppzeug, das Leben zur Hölle zu machen. Die geradlinige Handlung endet allerdings eher unbefriedigend, denn es wird weder erklärt, warum die verschwundene Frau zum Vampir wurde und wo die Vampirin abgeblieben ist, die dafür verantwortlich war, noch wer den trojanischen Götzen letztendlich geschickt hat.
Dass sich der Roman wohltuend von so manch anderer Ausgabe dieser Reihe abhebt, gründet sich vor allem in der flüssigen Schreibe des Autors, der es erst gar nicht versucht hat irgendwelche Kapriolen in der Handlung zu schlagen, für die der Umfang der Heftchen einfach nicht ausreicht. Vermutlich wurde dieser seichte Gruseler innerhalb eines Tages heruntergetippt.
Fazit: Fließbandprodukt ohne jeglichen geistigen Anspruch.
Besonderheiten:
Dieser Roman erschien erstmals als Vampir-Horror-Roman Nr. 448.
Titelbild:
Das kreischend, grelle Cover, passt hervorragend zur Aufmachung der Reihe, dafür aber weniger zur Handlung. Darüber hinaus wirkt das gesamte Titelbild eher wie ein Zirkusplakat und nicht wie ein Romancover.
© Florian Hilleberg
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