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Der Sensenmann Kelter-Verlag W.A. Hary überzeugt mit „Der Sensenmann“ keinesfalls. Der undurchsichtige Roman, der mit wirrem Szenenaufbau und sprachlich unpointiert gestalteten Sätzen aufwartet, bringt die ein oder anderen Stolpersteine in den Lesefluss ein. Neben dem unnötig komplizierten Personenreigen ist es vor allem die albern anmutende Idee, verlorene Seelen im Zwischenreich als Fabeltiergestalten gegeneinander antreten zu lassen, die den Roman gänzlich unhomogen wirken lässt. Dieser Handlungsstrang passt ungefähr so gut in den Roman, wie ein Fisch zu einem Fahrrad. Die nebulösen Visionen Gardiners und dessen Kontakte zu der unbekannten Dimension sind undeutlich gezeichnet – der Leser kann dem Geschehen nicht folgen, ist zum Raten verdammt, was der Autor uns in dieser Szene mitteilen möchte. Oftmals blitzen kurz gute Ideen auf, die konsequent durchdacht und ausgeführt möglicherweise eine Bereicherung für die Story hätten sein können. So gestaltet sich „Der Sensenmann“ eher als der Versuch eines Mystery-Mosaiks, das weder klare Linien in der Erzählführung, noch das Muster einer sinnvollen Auflösung aufzeigt. Formal sind einmal mehr die vielen Rechtschreibfehler aufgrund fehlerhaften Scannens anzumerken, die die Qualität des Romans noch einmal deutlich nach unten ziehen. Nach fast 20 Bänden hat die Reihe immer noch nicht inhaltlich und formal zu einer zufrieden stellenden Qualität gefunden. Man verstehe diese Rezension als ein weiteres Plädoyer für eine bessere Romansauswahl und Bearbeitung der Texte! © Sascha „Andro“ Vennemann |