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Geisterfänger Rezensionen - Band 15

Sklavin der bösen Geister
Geisterfänger Band 15

von Mike Burger
Kelter-Verlag
65 Seiten/ 1,50 €

Der Gangster Courtney muss, um seine Schulden begleichen zu können, für Geld einen seltenen Dolch aus einem Antiquitätengeschäft stehlen. Dabei kommt ihm die Frau des Besitzers, Loisa Maddigan, in die Quere. Courtney ersticht die Frau mit dem mysteriösen Messer, flieht vom Tatort und lässt die Tatwaffe zurück. Mike Logan, Privatdetektiv und Ex-Scotland-Yard-Mitarbeiter, sowie seine telepatisch begabte Freundin Ingar, sind wieder einmal in einen Fall mit übernatürlichem Touch verwickelt – denn die Leiche Loisa ist vom Tatort verschwunden! Die wandelnde Tote macht London unsicher, auf der Suche nach Lebensenergie für die bösen Geister. Diese fristen, eingeschlossen in eine einsame Gruft, ein tristes Dasein. Nachdem ihr Gatte dran glauben musste macht sich Loisa auf die Suche nach ihrem Mörder, um auch dessen Lebenskraft in sich aufzusaugen. Doch Courtney kann sich zunächst verstecken – doch nicht für lange. Auch er stirbt und seine Energie soll dem Schwarzen Druiden, der hinter dem Ganzen steht, bei der Wiedererweckung der bösen Geister durch den Loisa-Zombie helfen. Ingar kann den Schwarzmagier durch den Schmuckdolch töten, gleichzeitig besiegt Mike Logan auf dem Friedhof die Untote durch das Silberschwert, das ihm von seinem Geisterfreund Balthasar Schwarzschwert schon in „Die Mordgeister greifen an“ (Geisterfänger Band 10) zur Verfügung gestellt wurde.

Da ist er nun also, der zweite MIKE LOGAN Roman, der damals im Geister-Krimi erschien, und hier nun, nach Geisterfänger Band 10 „Die Mordgeister greifen an“ erfreulicherweise in der richtigen Reihenfolge auch im Nachdruck erschienen ist. Der Roman verzichtet bewusst auf große Charakterisierungen, man kennt die Figuren noch aus dem ersten Roman. Während aber eben jener erste Logan-Band noch einige atmosphärisch dichte Passagen vorweisen konnte, ist „Sklavin der bösen Geister“ über weite Strecken so dröge wie verbrannter Zwieback. Die Protagonisten schleppen sich – auch wenn das eine nette, unfreiwillig komische Referenz an die Untote Loisa ist – zombie-mäßig durch den Roman. Auch die inszeniert wirkende Verfolgung Courtneys und der relativ aus dem Hut gezauberte Schwarze Druide bringen weder Schwung noch Gruselstimmung. Sprachlich auf durchaus ordentlichem Niveau erzählt Mike Burger eine ziemlich langweilige und deshalb langwierige Geschichte, die wieder einmal kaum etwas aus den Mini-Serien-Charakteren rausholen kann und im Finale wieder zu abrupt und unspektakulär abbricht. Eine schlaflose Nacht hat man nach der Lektüre mit Sicherheit nicht – der Roman ist optimal um sich müde zu lesen.

© Sascha „Andro“ Vennemann

 

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