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Geisterfänger Rezensionen - Band 13

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von
Ripper | Andro

Die schwarze Macht
Geisterfänger Band 13
Von W.A. Hary

Kelter-Verlag
65 Seiten/ 1,50 €

Poul Grant, ein Horrorromanschriftsteller aus London, möchte für eine Nacht im ländlichen Nest Nashville übernachten. Im Gasthaus der Harlens findet er nicht nur ein Zimmer, sondern in Lilly, der Frau des Hauses auch noch eine Gespielin für eine Nacht. Was Poul nicht ahnt – Bonar Harlen, der seltsame Ehemann von Lilly, ist just dabei im nahen Teufelsberg das Böse zu beschwören, das dort alle hundert Jahre versucht, zurück in die Welt der Sterblichen zu gelangen. Bonar erlangt übermenschliche Kräfte im Pakt mit den bösen Elementen, die sich durch ihn aus dem Berg, nachdem sie dort vor 300 Jahren zunächst vom aufmüpfigen Volk beschworen und dann von Schergen des Königs gebannt wurden, befreien können. Doch noch ist es nicht soweit: Bonar verhandelte ein Jahr freien Waltens, bevor die dunklen Mächte ihren Tribut fordern. Als der abtrünnige Wirt sich aus den labyrinthartigen Höhlen im Teufelsberg herausgräbt, wird er dabei vom Landwirt Doug Steuart beobachtet, der die Höhlen ebenfalls betritt. Der Bauer wird mit übernatürlichen Phänomenen konfrontiert, kann sich aber mit einer saftigen Gehirnerschütterung aus den Höhlen entkommen und Leute aus dem Ort warnen. Als eine kleine Gruppe den Wirt zur Rede stellt demonstriert dieser seine neugewonnenen Kräfte und bringt die gesamte Stadt unter seinen Einfluss. Schreiberling Poul Grant hat sich inzwischen mit seinem väterlichen Freund Groman beraten, der ihn spirituelles Etwas in Form seines klapprigen Autos begleitet. Zusammen mit dem verletzten, und deshalb nicht beeinflussbaren Doug, versuchen sie das durchtriebene Spiel von Bonar zu stoppen. Dieser hat nämlich nicht nur die dunkle Magie, sondern auch noch weiße Magie auf seiner Seite und versucht, durch ein Ausspielen beider gegenseitiger Kräfte, seine Macht zu erhalten ohne das er dafür bezahlen muss. Der Schriftsteller, das magische Auto und der magieresistente Bauer bezwingen gemeinsam den Wirt. Der Teufelsberg wird gesprengt und die bösen Kräfte damit gebannt. Bonar entschwindet bei einem Bußeritual in höllische Sphären.

W.A. Hary, das ist ein Name, der mir seit Jahren im Fandom zu Ohren kommt. Doch selbst bin ich bisher nie auf einen Roman dieses Autoren gestoßen, und hier ist nun mein erster W.A. Hary Roman. „Die schwarze Macht“ ist ein sauber geschriebener Horrorroman, der eine ansprechende Geschichte zu erzählen vermag und dabei klassische Elemente des Heftromanhorrors gut vermischt auftischt. An einigen Stellen scheinen populärwissenschaftliche und pseudophilosophische Ideen der 70er und 80er Eingang in den Text gefunden zu haben (Egoistische Ehefrau = Hexe u.a.) und auch die Idee, einen Geist in ein Auto zu verfrachten, klingt mir zu sehr nach David Hasselhoff und „Knight Rider“, als das es mir mehr als nur ein müdes Lächeln entreißen würde (selbst, wenn der Roman wahrscheinlich älter ist als die TV-Kultserie). Mit Klischees wird nicht gegeizt: Der Gute ist richtig gut und der Böse richtig böse. Mehr Motive als die Weltherrschaft an sich zu reißen braucht es nicht, und der starrsinnige ungläubige Bauerntölpel wird gen Ende fast zum Helden des magisch resistenten und/oder potenten Triumvirats. Ein klassischer, kurzweiliger, solider und unterhaltender Horrorroman, wie man ihn sich wünscht, wenn man in die Grabbelkiste greift! Lässt so manchen anderen bisher erschienenen „Geisterfänger“-Roman wie nutzloses Altpapier wirken.

© Sascha „Andro“ Vennemann

Die schwarze Macht
Geisterfänger 13
von W.A. Hary

Kelter-Verlag
65 Seiten/ 1,50 €

W.A. Hary, bekannt geworden durch seine Serie „Mark Tate“, beschehrt uns einen Einzelroman, den er 1979 als Frank de Lorca für den Gespenster-Krimi geschrieben hat, wo er als Band 324 erschien. Die Story erinnert an eine Mischung aus „Knight Rider“ und „Hui Buh“, genauso wenig ernst nehmen sollte man sie auch. Augenzwinkernd erzählt der Autor eine Gruselgeschichte, die leider nicht richtig in Fahrt kommen will. Eine Gruselatmosphäre sucht man vergebens und die Handlung plätschert seitenlang ohne Spannungsspitzen vor sich hin. Die plumpen Annäherungsversuche Pouls gegenüber der Wirtsfrau sind ein wenig zu albern und umso verblüffender ist das Ergebnis, was nur unterstreicht, wie liebesbedürftig die arme Frau wirklich ist. Andererseits gehört Poul Grant zu jener Sorte unerschrockener, gut aussehender Geisterjäger bzw. Geisterfänger, denen die Frauen gleich scharenweise zu Füßen legen. Lesenswert ist der Roman allein wegen der sympathischen Darstellung des Autos Groman, welches sich arg zu mokieren versteht, wenn man es als einen „alten Ford“ tituliert. Der Bösewicht erscheint zunächst als der übliche dummdreiste Schurke, der aber dieses Mal einen wirklich originellen Einfall hat, in dem er weiße Magie als Waffe benutzt.
Doch insgesamt reichen diese Aspekte nicht aus, um den Roman zu einem Highlight der Reihe zu machen. Auch wenn dieses Mal ein Roman der legendären Gespenster-Krimi-Reihe nachgedruckt wurde, so fügt sich das Heft nahtlos in die Reihe der durchschnittlichen Geisterfänger-Geschichten ein.

© Ripper

 

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