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Das unheimliche Schloss Geisterfänger Band 12 Kelter-Verlag
Gordon Walby ist ein Phänomen. Ich habe es noch nie erlebt, dass sich ein Autor erdreistet, dreimal (und möglicherweise noch öfter) die selbe Geschichte zu erzählen. Seine beiden bereits im „Geisterfänger“ erschienenen Romane beinhalten fast genau dieselbe Storyline, lediglich Namen und Orte wurden variiert, und nur minimale Veränderungen an der Handlung selbst gemacht. Wieder gibt es einen seltsam anmutenden Helden. Wieder darf der zum Schluss mit der Tochter des Hauses anbandeln, während ein Teil der Romanlösung auf ein übernatürliches Phänomen, ein anderer Teil aber auf die in allen drei Romanen vorkommende zerstrittene Adelsfamilie zurückgeht, die dreimal in verfluchten Gemäuern zuhause sind. Soviel Frechheit besitzen im Heftromansektor nur wenige, bei sich selbst zu klauen, sich zu wiederholen und die einzige Kreativleistung darauf zu verwenden, möglichst abstruse Wortkonstrukte zu Sätzen zu basteln. Walbys sprachlicher Witz ist wieder einmal zum auf die Stirn schlagen, entbehrt aber einmal mehr nicht einer gewissen amüsanten Note. Auch stimmungsmäßig funktionieren vor allem die Szenen in der düster-klaustrophobischen Todesschlucht überraschend gut. Wäre da nicht, wie gesagt, die von sinnlosen Actioneinlagen in die Läge gestreckte Handlung, die bereits beim zweiten Mal nicht mehr originell und spannend war. So muss man sich als Leser ein ums andere Mal durch Passagen quälen, die man bis zum Abwinken schon von Gordon Walby gelesen hat. Noch so ein Roman von diesem Autoren und ich werde diesen mit Sicherheit in Zukunft meiden. Wieder einmal ein großes ironisches Kompliment an die Verantwortlichen bei Kelter, was die Auswahl des Romans angeht. Beim ersten Mal war es vielleicht noch lustig. So langsam reicht es. Auch wenn sich diesmal die Fehlerquote was Wortfehler usw. angeht erheblich verbessert hat. © Sascha „Andro“ Vennemann |