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Geisterfänger Rezensionen - Band 10

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Ripper | Andro

Die Mordgeister greifen an
Geisterfänger Band 10
von Mike Burger

Kelter-Verlag
65 Seiten/ 1,50 €

Band 10In London (wo auch sonst?) geschehen merkwürdige Morde. Urplötzlich sterben kurz nach Mitternacht scheinbar kerngesunde Bürger an einem Herzschlag. Ben Murray, Inspektor bei Scotland Yard, vermutet eine unnatürliche Ursache hinter den Todesfällen. Er weiht seinen Freund Mike Logan ein, der sich als Privatdetektiv selbständig gemacht hat. Dieser will sich um den Fall kümmern, zumal seine telepathisch begabte Freundin ebenfalls der Meinung ist, dass da etwas nicht stimmen könnte. Kurz darauf kommt es erneut zu einem Todesfall kurz nach Mitternacht. Der Arzt bestätigt eindeutig, dass keine Disposition für einen Herzschlag vorlag. Mike und Ben finden heraus, dass der Ehemann der Toten noch am Vorabend von ihr vor die Tür gesetzt wurde. Seltsamerweise sieht der Gatte der Verstorbenen aus, als sei er um Jahre gealtert. Tatsächlich hat er einen Pakt mit einem Fremden gemacht, der ihm die Prinzessin der bösen Geister, Parashthaar, zur Verfügung gestellt hat. Doch die böse Geisterhexe mordet nicht umsonst, sie verlangt von ihren Kunden zehn Jahre ihres Lebens. Als Mike hinter das Geheimnis der unheimlichen Dämonin kommt, steht er selbst auf der Abschussliste der Mordgeister. Nach einer erfolglosen Attacke, die Mike mit Hilfe eines Kruzifixes zurückschlagen konnte, ändert Parashthaar ihre Taktik und entführt Mikes Freundin ...

Mit diesem Roman von Mike Burger alias Martin Eisele gibt der Privatdetektiv Mike Logan seinen Einstand. Dieses Mal scheint es sogar tatsächlich der erste Roman mit ihm zu sein. Ich schreibe bewusst scheint, denn von dem Autor erschienen bereits vor diesem Band zwei Romane im „Geister-Krimi“. Allerdings ist mir nicht bekannt, ob diese Hefte ebenfalls mit Mike Logan waren, vermutlich nicht, denn im vorliegenden Band glaubt er zunächst nicht an Geister, bis er eines Besseren belehrt wird.
Die Story ist geradlinig aufgebaut, wenn auch nicht unoriginell, auch wenn die hübsche Freundin des smarten Privatdetektivs natürlich ganz heftromantypisch als hilflose Geisel herhalten muss. Ansonsten strotzen die Charaktere vor Klischees und Stereotypen, sind dabei aber nicht unbedingt unsympathisch, wenn man sich auf die Art solcher Geschichten einlassen kann. Mit dem Auftritt des kauzigen Geistes Schwarzschwert kommt auch eine ordentliche Portion Humor mit in das Geschehen. Der Roman lässt sich flüssig lesen, hat realistische Dialoge zu bieten und wirkt auch nicht so antiquiert wie so viele andere Romane der Serie.
Bleibt abzuwarten, ob Mike Logan eine Eintagsfliege war oder er bald wieder auf Geisterfang gehen darf.

Das Cover zu dem Roman ist dieses Mal auch recht ansehnlich und wirkt nicht ganz so grell wie die anderen Titelbilder der Serie. Wer die blonde Frau im Vordergrund zu kennen glaubt, wird vermutlich den Film "Die Vögel" gesehen haben. Die Dame wurde nämlich der Hauptdarstellerin entlehnt, welche sich in eben dieser Pose gegen die bösen Piepmätze zur Wehr setzte.

Als kleine Info zum Abschluss: Der Roman erschien erstmals 1980 als Geister-Krimi Band 310. Martin Eisele schrieb insgesamt fünf Romane für die Reihe von denen der vorliegende die goldene Mitte darstellte.

© Ripper

Die Mordgeister greifen an
Geisterfänger Band 10
Von Mike Burger

Kelter-Verlag
65 Seiten/ 1,50 €

In London gehen die Mordgeister um! Als neuesten Service bietet der sogenannte „Meister“ seinen Kunden an, unliebsame Verwandte unter die Erde zu bringen. Es werde so aussehen wie ein natürlicher Tod, verspricht der ominöse Mann, dem man wie zufällig begegnet, sollten sich Probleme abzeichnen, die auf diese Art und Weise zu lösen wären. Der sauber arbeitende Auftragskiller entpuppt sich als Parashthaar, die Prinzessin der bösen Geister. Ihr irdischer Ergebener, der „Meister“, bekommt von den Auftraggebern ein Viertel der erbgeschlichenen Summe und von seiner übernatürlichen Verbündeten des ewige Leben. Dafür labt sich der Ober-Mordgeist an 10 Jahren Lebenskraft der Auftraggeber und killt als Hauptgang die ungeliebte Verwandtschaft. Das alles gilt es herauszufinden. Mike Logan, Privatdetektiv und Ex-Scotland-Yard-Mitarbeiter, sowie seine telepatisch begabte Freundin Ingar, sind dafür wie geschaffen. Sie helfen ihrem Freund Inspektor Ben Murray dabei, diesen Fall zu lösen. Nach und nach entfalten sich die Tatsachen vor Logan, und als Ingar von der Mordgeist-Prinzessin entführt wird, kommt es zum Kampf auf einem Londoner Friedhof und schließlich zum großen Showdown in einer Ruine bei Loch Ness. Hilfe bekommt der unfreiwillige Geisterfänger Mike Logan dabei von einem Geisterzwerg namens Schwarzschwert, dem vierzehnten unehelichen Sohn des großen Zauberer Merlins...

Der Figur „Mike Logan“ waren meines Wissens im GEISTER-KRIMI neben diesem Roman noch zwei oder drei weitere Romane gewidmet. Was kein Wunder ist – Mike Logan unterscheidet sich in keiner Form von einem x-beliebigen anderen Geisterjäger, weist ein ähnliches Profil auf und ist alles andere als originell. Ergo: Prädestiniert für die Übernahme des Charakters in ähnliche Hefte. Autor Mike Burger greift auf sämtliche Klischees zurück und manchmal hat man das Gefühl, das er das auch weiß und sich auch darüber lustig macht. So erinnert sich Mike Logan als Figur an einer Stelle daran, selbst einige Geister-Krimis gelesen zu haben, was ihm schlussendlich hilft, die Existenz von Geistern zu akzeptieren. Was für eine Flasche, müsste man eigentlich sagen, wenn er doch schon eine telepatisch begabte Freundin hat, sollte es ihm nicht gerade schwer fallen, an weiteres übernatürliches Zeugs zu glauben. Selbst sein Kollegen-Freund vom Yard ist ihm da um Längen voraus. Mit minimalen Veränderungen der tausendmal gelesenen Geschichte über die vom Geist entführte Freundin des Helden rattert Burger seinen Roman herunter, der sich besonders am Anfang ziemlich unnötig in die Länge zieht und nur in wenigen Augenblicken interessant wird, nämlich bei der gut gestalteten und atmosphärisch dichten Friedhofs-Kampfszene, bei der Mike Logan mit einer riesigen Engelsstatue kämpfen muss, und dann noch einmal beim etwas knapp geratenen Showdown in der Burgruine. Der Alibi-Lustig-Charakter des „guten Geistes“ Schwarzschwert albert belanglos herum und darf zum Schluss den „Meister“ grillen – ansonsten hat sein Auftritt eher Pflichtcharakter als irgendeine Art von skurrilem Charme.
Das alles - die gewohnten Charakterbeschreibungen, die bekannte Storyline, der lockere Schreibstil - macht „Die Mordgeister greifen an“ zu einem überaus durchschnittlichen Geister-Krimi, der sich durch nichts von der Masse abhebt, aber auch nicht unangenehm auffällt.

© Sascha „Andro“ Vennemann

 

© by 2006
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