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Inspektor Trenck haßt böse Späße
Gordon Walby macht mir Spass! Nach dem völlig durchgeknallten „Geister leben gefährlich“ (Geisterfänger Band 7) nun ein weiterer Roman des Autors – mit einem noch abstruseren Titel. „Inspektor Trenck haßt böse Späße“ klingt nicht nur albern, an sich ist es auch lustig, dass Gordon Walby das Grundgerüst und die Struktur des Romans bei sich selbst geklaut hat. Man ersetze einige Namen, Orte und Begebenheiten und schon hätte man exakt den selben Romanaufbau, wie wir ihn von „Geister leben gefährlich“ her kennen. Trotzdem ist dieser Roman sehr viel besser zu lesen als das Machwerk um den herumballernden Indianer, welches wir zuvor im „Geisterfänger Band 7“ lesen durften. Die zahllosen Action-Szenen wurden zugunsten einiger atmosphärisch dichter Passagen gekürzt und in den Geheimgängen des Schlosses und der Familiengruft kommt schon ein leichtes Gruselgefühl auf, wenn Trenck z.B. eingemauerte Skelette freilegt und leere Särge entdeckt. Die Hauptfigur wirkt ebenfalls viel schlüssiger, ist aber auch weniger spektakulär als „Black Lobo“ aus Band 7. Spannung will auch hier nicht so recht aufkommen. Es passiert zwar allerhand Mysteriöses auf dem Schloss, allerdings wirken die Szenen ein bisschen willkürlich aneinander gereiht und bauen inhaltlich kaum aufeinander auf. Da man von Anfang an ahnt, dass ähnlich wie in dem anderen Gordon Walby Roman das übernatürliche Moment letztendlich auf menschlichen Tricks beruht (wie man ja auch schon beinahe aus dem Titel des Bandes ableiten kann) und sich der Roman eh in exakt die selbe Richtung entwickelt wie Band 7, bleibt bis zur späten Auflösung nunmehr nur die Frage, welches Familienmitglied hier wem eins auswischen will. Dafür ist „Inspektor Trenck haßt böse Späße“ allerdings ein erfreulich erträglicher Roman, der doch seine unterhaltsamen Momente hat und lesbarer ist, als manch anderes Gruselheft. © Sascha „Andro“ Vennemann |